Kontrollsystem für Abgabe in Apotheken Benjamin Rohrer und Janina Rauers, 01.09.2011 14:20 Uhr
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Neue 2D-Codes: In den neuen Codes ist die neue randomisierte Seriennummer der Arzneimittelpackung versteckt. Foto: Securpharm
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Gegen Arzneimittelfälschungen: Apotheker, Großhändler und Hersteller haben ein gemeinsames System entworfen. Grafik: Securpharm
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Designierter Geschäftsführer: Der Industrieapotheker Dr. Reinhard Hoferichter soll den neu gegründeten Verein "Securpharm" leiten. Foto: Elke Hinkelbein
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Um die technischen Voraussetzungen für das neue Sicherheitssystem zu erfüllen, brauchen Apotheker neue Scanner. Foto: Elke Hinkelbein
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In Schweden hat der europäische Pharmaverband EFPIA bereits 2009 2D-Codes testen lassen. Foto: EFPIA
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Auch der Großhandel soll optional Packungen verifizieren können. Foto: Elke Hinkelbein
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Garantiert die Datensicherheit: Laut Lothar Jenne, Vorstandsmitglied im Phagro, können Hersteller nicht auf Apothekendaten zugreifen. Foto: Elke Hinkelbein
Berlin - Seit Anfang Juli gilt die EU-Richtlinie, nach der verschreibungspflichtige Arzneimittel künftig einheitliche Sicherheitsmerkmale zum Schutz vor Fälschungen erhalten sollen. Bis alle Arzneimittel den neuen Code erhalten, wird es noch einige Jahre dauern. Spätestens 2014 soll die EU-Kommission Einzelheiten zum Sicherheitsmerkmal festlegen. In Deutschland haben Hersteller, Großhändler und Apotheken nun einen gemeinsamen Verein gegründet und bereits ein Modell vorgestellt.
Unter dem Namen „Securpharm“ haben die ABDA, der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH), der Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI), der Großhandelsverband Phagro, der Branchenverband Pro Generika sowie der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) ein Sicherheitssystem erarbeitet. Demnach sollen die Packungen vor der Abgabe in der Apotheke verifiziert werden.
Mit dem Scannen des individuellen Codes wird eine geschützte Abfrage im Datenbank-System ausgelöst. Stimmen die Daten in der Apotheke mit denen des Herstellers überein, wird das Präparat als abgegeben gekennzeichnet. Unbekannte oder bereits abgegebene Packungen lösen einen Alarm aus. Der Patient erhält dann eine andere Packung und der Fälschungsverdacht wird überprüft.
Damit die Hersteller nicht auf die Daten der Apotheken zugreifen können, plant Securpharm zwei getrennte Datenbanken: Auf Seite der Hersteller wird für jede einzelne Packung eine individuelle randomisierte Seriennummer hinterlegt, die Apotheken kommunizieren über eine eigene Datenbank mit der Herstellerdatenbank. Optional sollen auch die Großhändler einzelne Packungen verifizieren können.
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#2Bei allem Verständnis für ein Kontrollsystem,
aber wie soll das funktionieren ? Bei der Abgabe jeder (!!) codegeschützen Packung soll ich die Bestätigung einer externen Datenbank abwarten ? Wie lange dauert wohl die Abgabe pro Packung zukünftig, 5 Sekunden, 10 Sekunden, 1 Minute ? Was geschieht bei langsamen oder gar gekappten online Verbindungen ? Und wie sollen die leider stets auftauchenden Fehlbestände behandelt werden, kann ich Ware einfach zubuchen, entsteht daraus wieder eine "sichere" Packung ? Wahrscheinlich brauche ich jedoch einen Lehrgang, der mich zur "securpharmen verifizierten Abgabe" befähigt und pro Lehrgangstag 490,- EUR kostet ! Wenn ich nicht überhaupt eine neue Zulassung benötige...
#1Verfallsdatum?
Wie wärs denn mal mit dem Verfallsdatum im Barcode? Oder ist das dann zu einfach .......?!? Das würde den Apos mal wirklich Arbeit ersparen und Automaten hätten ein andere Qualität.... Und ab wann wird das Medikament dann als abgegeben gekennzeichnet? Beim Abverkauf oder sobald es der Kunde aus der Apo trägt in einem separaten und somit zusätzlichen Arbeitsvorgang? Und wenns der Kunde gekauft hat und nicht abholt oder dann doch eine andere Firma will ... dann kann ichs der Datenbank bestimmt wieder zubuchen?? Die Praxis und Ihre Tücken......