Kassenabschlag im März vor Gericht Alexander Müller, 14.02.2011 18:40 Uhr
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Wieder vor Gericht: Der Kassenabschlag 2009 geht im März ins Hauptsacheverfahren. Foto: Elke Hinkelbein
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Anpassung 2009: Laut Schiedsspruch wurde der Kassenabschlag von 2,30 Euro auf 1,75 Euro gesenkt. Foto: Elke Hinkelbein
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Nicht einverstanden: Der GKV-Spitzenverband hatte gegen den Schiedsspruch geklagt. Foto: APOTHEKE ADHOC
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Unzufriedene Ersatzkassen: VDEK-Chef Thomas Ballast hatte sich wiederholt für einen Abschlag von 2,30 Euro eingesetzt. Foto: Elke Hinkelbein
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Intervention von oben: Selbst das Bundesgesundheitsministerium hatte sich 2009 in die Verhandlungen eingemischt. Foto: Elke Hinkelbein
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1,75 Euro sind angemessen: Die unabhängigen Vorsitzenden der Schiedsstelle um Dr. Rainer Daubenbüchel waren sich einig. Foto: BVA
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Probleme bei der Umsetzung: Wegen des laufenden Verfahrens verzögerte sich die Auszahlung. Foto: APOTHEKE ADHOC
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Wieder kein Ergebnis: Auch beim Kassenabschlag 2010 konnten sich Apotheker und Kassen in den Verhandlungen bislang nicht einigen. Foto: Elke Hinkelbein
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Abschlag im AMNOG: Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler hat den Apothekenrabatt für zwei Jahre auf 2,05 Euro festgeschrieben. Foto: Elke Hinkelbein
Berlin - Der Streit um die Absenkung des Kassenabschlags für das Jahr 2009 geht ins Hauptsacheverfahren. Wie APOTHEKE ADHOC aus Verhandlungskreisen erfuhr, wurden die Beteiligten heute geladen. Das Sozialgericht Berlin wird demnach am 9. März ab 10.15 Uhr über den Abschlag verhandeln. Das Schiedsgericht hatte Ende 2009 entschieden, dass der Abschlag von 2,30 Euro auf 1,75 Euro gesenkt wird. Der GKV-Spitzenverband hatte gegen den Schiedsspruch geklagt.
Gestritten wird um rund 330 Millionen Euro. Allerdings wurde die Rückabwicklung für 2009 zunächst von der Klage der Kassen blockiert. Im Eilverfahren hatte das Sozialgericht Berlin noch gegen die Apotheker entschieden: Ein Antrag des Deutschen Apothekerverbands (DAV) auf sofortige Vollstreckung des Schiedsspruchs wurde abgelehnt.
In zweiter Instanz hatte das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg (LSG) Anfang Mai anders entschieden und die Auszahlung der zu viel berechneten Rabatte angeordnet. Nach summarischer Prüfung hatte das LSG einen Erfolg der Kassen im Hauptsacheverfahren für „unwahrscheinlich“ gehalten.
Das wird sich nun zeigen. Eine endgültige Entscheidung könnte allerdings noch lange auf sich warten lassen. Denn die Parteien könnten - anders als im Eilverfahren - bis vor das Bundessozialgericht ziehen.
Auch beim Kassenabschlag für 2010 sind sich GKV-Spitzenverband und DAV nicht einig geworden. Dem Vernehmen nach soll wieder die Schiedsstelle angerufen werden. Einen Termin für erste Verhandlungen gibt es allerdings noch nicht.
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#2Wie bitte ........? 2009 ?!?
Da dachte ich doch, zumindest DER "Drops ist gelutscht"...... Und im Jahr 2012 erfahre ich dann (vielleicht), was ich im Jahr 2010 so erwirtschaftet habe........ Liebe Politiker, seht Euch dieses Trauerspiel einmal richtig an, denn IHR oder Euer Vorgänger habt es uns so eingebrockt. Ich wundere mich langsam, daß ich mein "Geschäft" immer noch morgens öffne, tagsüber froh-gelaunt Rede- und Antwort stehe für jeden Scheiß, den sich irgendjemand im Gesundheitswesen in den letzten Jahren so ausgedacht hat, und dann noch hochmotiviert den Nachtdienst über durchhalte ....... - trotz alledem..... Und wegen alledem : Es ist Zeit, etwas zu ändern. Rettet die Inhaber-geführte deutsche Individual-Apotheke. JETZT.
#1Kassenabschlag
die Apotheker müssen endlich mal proaktiv ins Feld ziehen und ihrerseits Forderungen erheben, anstatt immer nur dann aktiv zu werden, wenn etwas von den Krankenkassen gefordert wird. Dann sieht man immer wie ein Besitzstandswahrer aus. Der seine fetten Pfründe verteidigt. Wenn man aber mal zwischendurch eine Bilanz zieht und sagt: so geht es nicht, dann wird man eher gehört. Das Recht sollte man sich vorbehalten bei diesen engen Sparmassnahmen. Und man sieht ja, wie die Krankenkassen immer weiter daran arbeiten, den Apotheken den Hahn zuzudrehen (Klage von Instanz zu Instanz wg. Abschlag 2009). Wenn das so weitergeht, werden wir die erstattete Rabattdifferenz für 2009 zurückzahlen müssen. Die KK werden sich nicht scheuen, synchron die Werbungskosten um weitere 100 mal x% zu steigern. Im normalen Leben würde man sich angesichts solcher Verhaltensweise verhöhnt fühlen dürfen; in der Gesundheitspolitik ist dies jedoch normal.