Kammerbeitrag entzweit Apotheker APOTHEKE ADHOC, 18.06.2012 13:00 Uhr
Berlin - In Hamburg wird heute Abend über die Neugestaltung des Kammerbeitrags diskutiert. Es dürfte einigermaßen heiß her gehen: Weil die Inhaber ein Stückweit entlastet werden sollen, müssen die Angestellten mehr zahlen. Vorgeschlagen ist vom Vorstand ein Beitrag in Höhe von 1,38 Prozent des Bruttoeinkommens. In anderen Kammerbezirken schaut man mit Spannung in die Hansestadt. Denn zur Frage der Beitragsgerechtigkeit gibt es überall unterschiedliche Auffassungen.
Auch eine aktuelle Umfrage von APOTHEKE ADHOC zeigt, wie verschieden die Meinungen zum Thema sind. 46 Prozent der Teilnehmer finden die geplante Neuregelung in Hamburg richtig: 35 Prozent sind der Meinung, dass Inhaber und Angestellte auf der Basis eines prozentualen Beitrags gleich bemessen werden sollten. 11 Prozent gaben an, dass die Inhaber nach einer solchen Umstellung die größere Last schultern sollten.
Genau die Hälfte sieht dagegen im Pauschalbeitrag die bessere Alternative: Hier sind 20 Prozent der Meinung, dass alle dieselbe Kammergebühr zahlen sollten, 30 Prozent finden, dass Angestellte niedrigere Pauschalen zahlen sollten als Inhaber.
Lässt man bei der Auswertung die Bemessungsgrundlage außen vor, finden zusammen 55 Prozent, dass Angestellte und Inhaber gleich belastetet werden sollten. 41 Prozent sehen die Selbstständigen in der Pflicht, einen größeren Anteil zu schultern.
4 Prozent hatten gar keine Meinung zu dem Thema. An der Umfrage nahmen vom 14. bis 17. Juni 376 Leserinnen und Leser von APOTHEKE ADHOC teil.
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#1Kammerbeitrag
Eine Anpassung der Beiträge von Selbständigen und Nichtselbständigen ist überfällig. Schließlich hat auch jedes Mitglied genau eine Stimme. In vielen Kammerbezirken bestimmen die Nichtselbständigen sehr stark über die Kammerpolitik mit. Die Einkommenssituation hat sich im Lauf der vergangenen Jahrzehnte angepasst, ja fast schon umgedreht.