Überweisergeschäfte

Hexal streicht Apotheken-Rabatte APOTHEKE ADHOC, 02.08.2012 12:56 Uhr

Berlin - Der Generikakonzern Hexal streicht bei Überweisergeschäften die Rabatte: Mehrere Rabattarzneimittel können Apotheken ab sofort nicht mehr günstiger direkt beim Hersteller bestellen und sich über den Großhandel liefern lassen. Hexal begründet die Konditionenkürzung mit den wirtschaftlichen Folgen der Rabattverträge. Die Maßnahme sei aber auf sehr wenige Wirkstoffe beschränkt, betont ein Sprecher. Betroffen sind demnach Arzneimittel, für die Hexal Rabattverträge mit der Barmer GEK oder der AOK geschlossen hat.

Konkret geht es um das Kombinationspräparat MetoHexal Succ comp (Metoprololsuccinat/Hydrochlorothiazid), das Schmerzmittel Diclac (Diclofenac), die Inhalationslösung SalbuHexal (Salbutamol) und UDC Hexal (Ursodeoxycholsäure). Betroffen sind jeweils die PZN mit Rabattvertrag.

Bei bundesweit ausschreibenden Kassen sei der Preiswettbewerb besonders hoch, argumentiert Hexal: „Daher halten wir in diesen Fällen die Gewährung von Rabatten im Überweisungsgeschäft für wirtschaftlich nicht vertretbar“, heißt es beim Hersteller.

Wegen der negativen Auswirkungen der Rabattverträge nehme Hexal ohnehin nur punktuell an Ausschreibungen der Krankenkassen teil, so der Sprecher. Tatsächlich beteiligt sich der Konzern an den Rabattrunden hauptsächlich mit seiner Tochterfirma 1A. „Von diesen Ausschreibungen und Rabattverträgen profitieren nur die Kassen – zu Lasten der Arzneimittelhersteller und ihrer Marktpartner, vor allem der Apotheker“, so der Sprecher.

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 8 Kommentare
  • 2.August 2012, 23:51Uhr
    Community Mitglied

    #8Heute Direktbestellung gestrichen

    Dann eben nicht Hexal..., wo ich die Wahl habe.... Allerdings wird leider die Liste der zu ächtenden Firmen länger, man denke nur an die nicht erstatteten LWV nach der letzten Festbetragsänderung....

  • 2.August 2012, 18:36Uhr
    Community Mitglied

    #7Ja Herr Falke # 1 hat Recht...

    Hexal streichen......

  • 2.August 2012, 17:06Uhr
    Community Mitglied

    #6alle argumente ....

    .......sind doch richtig. es geht doch hier ums prinzip. bei den losvergaben überschlagen sich alle mit niedrigen preisen, wenn der markt dann uninteressant wird, müssen die apotheken herhalten. das ist das problem.

  • 2.August 2012, 16:11Uhr
    Community Mitglied

    #5@3 Skonto ist nicht alles

    Der GH legt viel Wert auf solch billige Artikel mit eventuell grosser Stückzahl. Beim GH wird durch solche Posten der Zeilenschnitt reduziert. Bei GH Konditionen ist deren Skonto oft vom Zeilenschnitt abhängig. Diese Verbesserung wirkt auf die ganze GH-Lieferung. Der Einkaufsvorteil kann so absolut höhere sein, als ein 3% Skonto des Herstellers.

  • 2.August 2012, 15:52Uhr
    Community Mitglied

    #4Auswahl

    Es gibt ja durchaus Rabattverträge wo außer hexal auch andere Hersteller rabattiert sind. Irgendwie werde ich da Hexal in Zukunft einfach übersehen. Denn die wirtschaftlichen Folgen der Rabattverträge lassen auch mir keine andere Möglichkeit.

  • 2.August 2012, 15:46Uhr
    Community Mitglied

    #3@2 ???

    Es lebe das Skonto!

  • 2.August 2012, 15:08Uhr
    Community Mitglied

    #2...ist doch kein Problem...

    ...denn Rx-Arzneimittel direkt zu bestellen, rentiert doch schon lange nicht mehr.

  • 2.August 2012, 14:20Uhr
    Community Mitglied

    #1KEIN PROBLEM....

    dann streiche ich hexal...

Neuere Artikel zum Thema