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Baby sucht Aushilfsapotheker Maria Hendrischke, 23.02.2016 08:01 Uhr

Berlin - Die Suche nach approbiertem Personal wird immer härter. Inhaber gehen inzwischen ungewöhnliche Wege, um Apotheker zu gewinnen. So schaltete die Marien-Apotheke in Gelsenkirchen im Namen der Tochter von Inhaberin Nicole Weissenberg eine Stellenanzeige. Die Einjährige wünscht sich darin, ihre Mutter öfter sehen zu können. 

Weissenberg hat bereits seit einem Jahr bei der Kammer Stellenangebote für einen Apotheker aufgegeben. Doch die Resonanz auf die Ausschreibungen war nur gering. „Ein gutes Gehalt, flexible Arbeitszeiten und ein tolles Team überzeugen wohl nicht mehr“, sagt sie. Mit der Anzeige aus Sicht ihrer Tochter hofft Weissenberg, aus der Masse der Jobangebote herauszustechen. „Vielleicht kann jemand meine Situation nachvollziehen und hat gewissermaßen Mitgefühl.“

Weissenberg beschäftigt derzeit knapp ein Dutzend Mitarbeiter – darunter jedoch keinen Approbierten. Für äußerste Notfälle hat sie eine Ersatzkraft, auch während der Geburt konnte sie eine temporäre Vertretung finden. Sie sucht nun dringend einen festangestellten Apotheker.

Wie viele Wochenstunden der Apotheker bei ihr arbeiten soll, will Weissenberg nicht vorgeben. „Ich würde sowohl eine Vollzeit- als auch eine Teilzeitkraft dankend annehmen“, sagt sie. Wichtig ist ihr, dass die potenziellen Angestellten sich ins Team einfügen, offen auf die Kunden zugehen und gute pharmazeutische Beratung leisten.

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