Nebensortiment

Elektrogeräte: Prüfaufwand für Apotheken APOTHEKE ADHOC, 10.03.2016 14:19 Uhr

Berlin - Elektronikgeräte gehören sicher nicht zum Hauptgeschäft von Apotheken. Trotzdem müssen auch sie die gesetzlichen Vorgaben beachten. Denn elektrische Zahnbürsten, Blutdruckmessgeräte oder elektrische Milchpumpen gibt es auch in der Offizin. Außerdem kommen elektrische Waagen, Kühlschränke oder Mikrowellen zum Einsatz. Die rechtlichen Vorgaben haben sich in den vergangenen Jahren verschärft.

Seit Ende Oktober gilt das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG). Darin ist unter anderem geregelt, dass Händler kleine Geräte kostenlos zurücknehmen müssen. Für Apotheke spielt diese Vorgabe aber keine Rolle, denn sie gilt nur für Händler, die auf mindestens 400 Quadratmetern elektrische Geräte verkaufen.

Die Rücknahmepflicht gilt auch für Versandhändler. Dabei wird die gesamte Lager- und Verkaufsfläche zur Bemessung der Größe herangezogen. Allerdings zählen auch in diesem Fall nur solche Flächen, die für den Verkauf von Elektrogeräten genutzt werden.

Die neue Vorgabe ist daher eher aus Verbrauchersicht interessant: Als Endnutzer dürfen Apotheker ihre Altgeräte künftig kostenlos an Händler zurückgeben. Das gilt für alle Geräte, „die in keiner äußeren Abmessung größer als 25 Zentimeter sind“, heißt es im ElektroG. Größere Geräte müssen Händler nur dann zurücknehmen, wenn im gleichen Zug ein Ersatz gekauft wird.

APOTHEKE ADHOC Debatte