Apothekeneinrichtung

Wegwerf-Offizin vs. Anschaffung fürs Leben Julia Pradel, 26.02.2016 10:33 Uhr

Berlin - Die Apothekeneinrichtung war früher eine Anschaffung fürs Leben. Heutzutage wird empfohlen, das Aussehen der Offizin alle paar Jahre zu ändern und zu modernisieren. Daher ist es besonders wichtig, eine flexible Einrichtung zu haben. Apothekerin Karin Wahl berät Kollegen beim Kauf und Verkauf von Apotheken und hat einige Tipps für eine moderne Einrichtung.

Wahl hat eine Trendwende im Apothekenmarkt beobachtet: „Früher wurden für die gesamte Einrichtung 150.000 bis 200.000 Euro investiert. Danach wurde nicht mehr viel Geld reingesteckt.“ Dieses Vorgehen sei nicht mehr üblich: „Heute schaut man nach mobilen Elementen und orientiert sich am Shop-Design“, sagt Wahl. Es müsse schick sein, aber gleichzeitig sollten die Einrichtungskosten niedrig bleiben. Schließlich müsse sich alle sechs bis sieben Jahre etwas ändern.

An zwei Dingen sollte man ihrer Meinung nach aber nicht sparen: am Lager und am Labor. Das ist ihrer Meinung nach auch das teuerste an einer Apotheke. Beim Lager stehen Apotheker vor der Wahl zwischen einem klassischen Generalalphabet und einem Kommissionierer.

„Ein Ziehschrank ist deutlich preiswerter als ein Kommissionierer“, so Wahl. Neugründern kommen dabei die Schließungen zugute: „Früher haben die Schränke richtig viel gekostet, heute kriegt man gut erhaltene Modelle schon für 100 Euro pro Säule.“ Dann brauche man nur noch neue Blenden für die Front. „Bei Ziehschränken muss man darauf achten, dass sie eine gute Qualität vorweisen und gut ziehbar sind“, gibt Wahl ihren Kollegen auf den Weg.

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