Apothekenpersonal

Der Osten ist weiblich APOTHEKE ADHOC, 10.07.2012 17:50 Uhr

Berlin - Apotheken in Deutschland sind fest in Frauenhand. Laut ABDA-Statistik sind 69,9 Prozent der 48.690 Approbierten in öffentlichen Apotheken weiblich. Bei den Angestellten liegt die Frauenquote bei 84,2 Prozent, bei den Inhabern bei 45,8 Prozent. Anders in den neuen Bundesländern: Hier sind Frauen auch unter den Selbstständigen in der Überzahl.

So liegt der Anteil der Apothekeninhaberinnen in Mecklenburg-Vorpommern bei 64,8 Prozent, in Sachsen-Anhalt bei 64,5 Prozent und in Thüringen bei 63,1 Prozent. In Sachsen beträgt die Quote 62,7 Prozent, in Brandenburg 59,2 Prozent und in Berlin 55,4 Prozent.

In den alten Bundesländern sind durchweg weniger als 50 Prozent der selbstständigen Apotheker weiblich. Am niedrigsten ist der Frauenanteil in Rheinland-Pfalz (36,6 Prozent), Westfalen-Lippe (39,6 Prozent) und Bremen (40, 5 Prozent).

Für den Apothekerverband Brandenburg ist die Sache klar: „Dass in den neuen Bundesländern mehr weibliche Apotheker, vor allem auch in leitenden Positionen, zu finden sind, ist historisch bedingt“, erklärt Verbandschefin Dr. Andrea Lorenz: Zu DDR-Zeiten sei es normal gewesen, dass Frauen arbeiten gingen. Daher sei die Frauenarbeitsquote nach wie vor insgesamt höher. Im Verbandsvorstand spiegelt sich die Quote übrigens wider: Drei von sieben Mitgliedern sind Frauen.

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