Datenschutz

Fragen & Antworten: Videoüberwachte Apotheke Maria Hendrischke, 04.03.2016 12:14 Uhr

Berlin - Immer wieder sind Apotheken das Ziel von Einbrechern, Dieben oder Räubern. Um Kriminelle abzuschrecken oder Taten aufzuklären und nachzuweisen, können Videokameras helfen. Wenn dabei Kunden und Mitarbeiter gefilmt werden, muss der Inhaber das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) beachten. Hier die Antworten auf einige wichtige Fragen.

Welche Bereiche können videoüberwacht werden?
Wenn Personen erkennbar sind, muss ein Gesetz die Videoüberwachung zulassen – oder es bedarf einer freiwilligen und informierten Einwilligung. Das BDSG unterscheidet zwischen öffentlichem und nicht öffentlichem Raum. Der Verkaufsraum der Apotheke ist für jedermann zugänglich, die hinteren Räume, die nur Mitarbeiter betreten, gehören zum nicht öffentlichen Raum.

Wo darf die Kamera nicht angebracht werden?
Die Intimsphäre der Gefilmten ist in jedem Fall geschützt: Auf Toiletten, in der Umkleide oder im Nachtdienstzimmer während des Dienstes darf also nie gefilmt werden. Auch Gemeinschaftsräume der Mitarbeiter sollten tabu sein.

Gibt es ein bestimmtes Zulassungsverfahren für die Kameras?
Videoüberwachungen müssen zwar nicht genehmigt werden. Der Betreiber muss sich aber an das BDSG halten. Bei Überwachungsanlagen, die digitale Technik verwenden, ist eine sogenannte Verfahrensübersicht zu erstellen. Die Videoüberwachung muss bei der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde gemeldet werden.

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