DAK will Retaxationen vermeiden Alexander Müller, 01.08.2012 12:06 Uhr
Berlin - Die DAK Gesundheit hat in dieser Woche rund 1500 Apotheken angeschrieben, um die Umsetzung der Rabattverträge zu verbessern. Die Kasse hatte zuvor bei acht Schnelldrehern die Rezepte ohne Aut-idem-Kreuz kontrolliert und für jede Apotheke eine individuelle Umsetzungsquote errechnet. Bei den angeschriebenen Apotheken war die DAK mit dem Wert nicht zufrieden. Erste Rückmeldungen von Apotheken gebe es schon, sagte ein Sprecher. Der Dialog sei sehr konstruktiv.
Die Kasse hatte in ihrem Anschreiben bewusst auf Provokationen verzichtet. Gleich zu Beginn bedankt sich die DAK darin für die Umsetzung der Verträge, die in den Apotheken hohe Aufwände erzeugten. Statt wegen Nichtbeachtung der Rabattverträge zu retaxieren, will die Kasse auch künftig zunächst informieren. „Sowohl für Sie als auch für uns kann damit der enorme Verwaltungsaufwand der Retaxierung vermindert werden“, heißt es in dem Brief.
Die Apotheken werden über ihre individuelle Quote bei den Rabattarzneimitteln Alendronsäure, Amlodipin, Clopidogrel, Losartan HCT, Metformin, Ramipril und Tamsulosin informiert. Die DAK führt auch die jeweils drei aktuellen Rabattpartner auf. Ein Viertel der Apotheken hätte hierbei eine Rabattquote von 99 Prozent, so die DAK. Einen Durchschnittswert über alle Apotheken will die Kasse aus Wettbewerbsgründen nicht verraten.
Die angeschriebenen Apotheken sollen künftig darauf achten, möglichst immer ein Rabattpräparat abzugeben, wenn dies nicht vom Arzt ausgeschlossen wurde. Bei pharmazeutische Bedenken sollen die Apotheken die vorgesehene Sonder-PZN benutzen.
Die DAK will die Apotheken mit ihrem Drei-Partner-Modell eine größere Wahlfreiheit gewähren als Kassen mit Exklusivverträgen. Außerdem hatte die Kasse Ärzte schriftlich gebeten, das Aut-idem-Kreuz auf Rezepten zu vermeiden, soweit es nicht medizinisch notwendig sei. Aus den Reihen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) hatte es jedoch Widerstand gegen die Aktion gegeben. Die Kasse habe suggeriert, dass es eine vereinbarte Aut-idem-Quote gebe, dies sei aber nicht der Fall.
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#10Wo sind die beratenden Pharmazeuten bei den Krankenkassen???
Zu Rabattverträgen fragen sie Ihren Arzt oder Apotheker VON der Krankenkasse!!! Warum beraten immer noch so viele Apotheken zu den Rabattverträgen. Selbst schuld!! Wir bekommen von den 4 Mrd. ("Lauterbach") keinen einzigen Cent. Wenn der Kunde eine Frage hat, dann ab in den Callcenter sich einen Apotheker geben lassen und drauflospoltern. Fertig!! 0815 Personal darf hier keine Beratung erteilen, wenn doch dann direkt abmahnen!! Alle ärgern sich über die Politik, aber jeder lässt sich gängeln. Das ist schwach liebe Kolleginnen und Kollegen. Vielleich haben wir nur die 25 ct. verdient?! Wahrscheinlich dürfen wir das Geld sowieso an die kranken Kassen abtreten, damit ein Herr Kailuweit sich sein Jahresgehalt deutlich erhöhen darf. Wer sich nicht wehrt....
#9Validität der Daten
Nach eingehender Prüfung der vom Rechenzentrum zur Verfügung gestellten Daten über das gesamte Rabattsortiment der DAK im ersten Quartal 2012, mehr als 1000 zu substituierende Packungen, stellt sich die Frage nach der Datengrundlage für solche Schreiben. Tatsächlich sind die Hochleistungsscanner der Rechenzentren offenbar nicht in der Lage, aut-idem Kreuze sauber zu erkennen. Unbestritten dass dies technisch schwierig sein mag. Wenn sich allerdings die DAK auf unsere Datenlieferungen stützt, so kann ich ihr jetzt nur noch mangelnde Sorgfaltspflicht vorwerfen. Stichprobenartige Überprüfungen hätten sicherlich genau dasselbe Bild ergeben wie in meinem Fall. Statt der angemahnten 74% für ausgewählte Wirkstoffe eine Rabatterfüllungsquote von über 99% über das gesamte Sortiment. Wenn die DAK bessere Ergebnisse haben möchte, so sollte sie bei der Information der Versicherten ansetzen. Wessen Idee die aut-idem Kreuze auf den besagten Rezepten sind, brauche ich hier nicht auszuführen. Erklärungen und Werbung für Rabattverträge kann nicht allein Aufgabe der Apothekerschaft sein!
#8Und noch was!!!
Ich habe Ihre Rabattvertragspartner, sofern sie liefern können, schon am ersten Tag vorrätig!!! Warum? Weil ich mich nicht vor den Kunden hinstellen möchte und sagen: "Oh, leider hat Ihre DAK einen neuen Vertragspartner, sie bekommen nicht mehr die Tabletten wie bisher. Den muss ich erst bestellen....klemmt vielleicht noch im Suez-Kanal" Nein. Wir holen die neue Packung, zeigen sie dem Kunden und sagen: "Hier das ist für die nächsten 2 Jahre der neue Vertragspartner der DAK, gleicher Wirkstoff, gleiche Stärke....." Extrem hohe Akzeptanz! Das bedeutet extrem disziplinierte Lagerhaltung und sehr viel Arbeit! Und dann bekomme ich von Ihnen in den Rücken getreten. Ich bin für sie ein wesentlich besserer Partner als sie für mich. Ein sehr ungleiches und wenig partnerschaftliches Verhältnis! Wollen Sie wissen, was ich in Zukunft von der DAK halte, wenn mich ein Kunde fragt???
#7Erläuterung zur Berechnung...
......Bei der Berechnung wurden nur Verordnungen ohne Aut-Idem-Kreuz berücksichtigt. Falsch liebe DAK!!!! Fakten: Tamsulosin 83,3% 6 Verordnungen: 5 Rabatt ohne Kreuz 1 Nicht-Rabatt mit Kreuz 100% korrekt!!! Clopidogrel 66,67% 3 Verordnungen 2 Rabatt ohne Kreuz 1 Nicht-Rabatt mit Kreuz 100% korrekt!!! Das ist ein erbärmliches Zeugnis von technischen Fehlern! Wenn bei mir in der Apotheke jemand so schlampig arbeiten würde, gäbe es Tote! Ich fordere hiermit die DAK auf diese Briefe zurückzunehmen und sich öffentlich zu entschuldigen!!!! Seelberg-Apotheke Stuttgart
#6Oho
das habe ich doch gehofft!! Habe diesen Brief auch bekommen. Wunderbar!! Denn bei mir kann ich garantieren, dass die Rabattverträge zu mehr als 99% umgesetzt werden. Retaxationen habe ich etwa 15-20 im Jahr. Das passiert, wenn beim Kunden die falsche Krankenkasse gespeichert ist und man nicht aufpasst. Alendronsäure 53,8% 15 Verordnungen 8 Rabattiert davon 5 mit Kreuz/3 ohne 7 NichtRab davon 5 mit Kreuz 2 mal 24er, da ohne Rabattvertrag. Dh 100% korrekt!!! Soll ich mir die Mühe machen alle durchzugehen oder was will die DAK! Soll ich mich gesetzeswidrig nicht mehr an die autidem Kreuze halten??? Will mich die DAK mit diesem Schreiben dazu anstiften den ärztlichen Willen zu misssachten??? Seelberg-Apotheke Stuttgart
#5unseriös und destruktiv, sonst NIX !
Das Schreiben empfinde ich als absolute Unverschämtheit ! Nur inhaltsfreies BlaBla, KEINERLEI FAKTEN !!! Nicht einmal ansatzweise ist nachvollziehbar, wie die DAK auf die aufgeführten Zahlen kommt, obwohl der Sermon befürchten lässt, dass da gravierende systematische Fehler begangen wurden. "seriös" und "konstruktiv" sieht anders aus. Interessanterweise gibt das verantwortliche "Produktmanagement" weder eine Faxnummer, geschweige denn eine Mailadresse an. Hat man wohl Angst vor konkreten Rückfragen, die man schriftlich beantwortet haben möchte ??? Ich bin mal gespannt, wie die Verantwortlichen auf meine Fragen reagieren ... im Zweifel werde ich das Bundesaufsichtsamt einschalten und um Prüfung bitten.
#4Will die DAK Druck ausüben /uns zu illegalem Handeln anstiften?
Genau das habe ich bei den Ankündigungen schon gesagt: A) Nichtbeachtung wird retaxiert. B) Pharmazeutische Bedenken werden von den meisten Apotheken kaum verwendet. C) Es kann sich nur um die üblichen falschen Berechnungen von Rabattquoten handeln! Offensichtlich werden hier die Apotheken dazu angestiftet illegalerweise die AutIdem- Kreuze der Ärzte zu missachten.
#3ein witz
wir liegen bei 89 % Quote und wurden auch angeschrieben. Bei einigen Wirkstoffen sogar 100 %.
#2Absoluter Witz
Auch ich gehöre zu den 1.500 Glücklichen, die Post von der DAK bekommen haben! Wir sind leider nur auf eine Quote von 76,2% gekommen, Asche auf unser Haupt! Beim Nachrechnen sind mir dann aber doch Zweifel gekommen: Bei Tamsulosin sollte unsere Quote nur 65,0 % betragen, nach Recherche beim RZ haben wir 19 Packungen abgegeben, davon 7 x Tamsublock mit aut simile Kreuz und je 6 x Aliud bzw. Basisc. Macht eine Quote von 100 %. Laut Auskunft der DAK sei der Dienstleister nicht in der Lage, die aut simile Kreuze zu berücksichtigen! Der Knüller ist aber die Berechnung der globalen Quote: die DAK addiert die Einzelquoten der 8 ausgesuchten Substanzen und teilt sie dann durch 8! Auch so kann man Statistik betreiben! Viel heißer Wind und nichts dahinter, außer mal wieder einer schlechten Presse!
#1Zuckerbrot und Peitsche
Mich wundern diese nebulösen Quoten. Ein Abgleich über das gesamte Rabttsortiment der DAK ergibt in meinem Fall ein völlig anderes Bild. Darüber hinaus liegen mir vereinzelt Retaxationen der DAK aufgrund der Nichtabgabe von Rabattarzneimitteln vor. Entweder ist die DAK bzw. ihr Dienstleister blind bei Prüfungen, was ich aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit nicht glaube, oder es wurde kreativ gerechnet. Letzteres scheint mir das Wahrscheinlichere zu sein. Konkret Stellung nehmen will bei mündlicher Nachfrage keiner! Transparenz und auch Fairness sehen aber in meinen Augen anders aus.