Retaxationen

Problemfall Macrogol Eva-Maria Lippke, 28.01.2016 07:53 Uhr

Berlin - Medikament oder Medizinprodukt? Erstattungsfähige Indikation und richtiger Rabattpartner? In den Apotheken bereitet Macrogol immer wieder Probleme. Das Produkt von Aliud ist als Medizinprodukt nicht mehr erstattungsfähig, als Arzneimittel aber schon. Auch beim Austausch muss aufgepasst werden.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) streicht zum 1. Februar mehrere Medizinprodukte der Anlage V. Aufgrund des Beschlusses sind sie nicht mehr verordnungsfähig. Die Liste wurde unter anderem vom Landesapothekerverband Rheinland-Pfalz (LAV) im aktuellen Rundschreiben veröffentlicht.

Die Änderungen zu Macrogol AL und Macrogol Stada traten zum 12. Januar in Kraft. Wird zurzeit eines der Medizinprodukte fälschlicherweise verordnet, sind sie nicht mehr zu Lasten der Krankenkasse erstattungsfähig. Der Patient trägt dann die kompletten Kosten. Da der Artikelstamm erst zum 1. Februar angepasst wird, drohen theoretisch Retaxationen.

Allerdings ist Macrogol AL seit 2012 nicht mehr als Medizinprodukt im Handel, sondern als Arzneimittel zugelassen. Der LAV weist darauf hin, dass die Überarbeitung eine Formalie sei und dass das Medizinprodukt kaum noch in den Apotheken vorhanden sein dürfte.

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr aus Ressort