Apotheker: Notdienstzuschläge reichen nicht APOTHEKE ADHOC, 19.07.2012 17:57 Uhr
Berlin - In der Unionsfraktion gibt es derzeit Bestrebungen, Landapotheken finanziell zu unterstützen. Fraktionsvize Johannes Singhammer (CSU) hat beispielsweise die Anpassung der Notdienstgebühren ins Spiel gebracht. Bei der großen Mehrheit der Apotheker stößt der Vorstoß des CSU-Gesundheitsexperten auf offene Ohren: Bei einer Umfrage von APOTHEKE ADHOC gaben 80 Prozent an, dass die derzeitigen Notdienstzuschläge nicht kostendeckend sind.
Weil viele Apotheken in ländlichen Gebieten während der Nächte oder im Notdienst wenig bis gar keinen Umsatz machen, sieht Singhammer Handlungsbedarf. Nur 2 Prozent der Umfrageteilnehmer würden dem widersprechen, weil aus ihrer Sicht die heutige Vergütung bereits kostendeckend ist. 13 Prozent der Befragten gaben an, dass die heutigen Zuschläge bestensfalls für Stadtapotheken ausreichend seien.
An der Umfrage nahmen am 19. Juli insgesamt 527 Leserinnen und Leser von APOTHEKE ADHOC teil.
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#5Mal 'was für's Sommerloch: ................................
............... MEIN Vorschlag: Inländische Versandapotheken erhalten wegen ihres GERINGEREN Anteils für das Gemeinwohl einen GERINGEREN Aufschlag nach § 78 AMG. Die Differenz zu dem der wohnortnahen Apotheken wird zur Finanzierung des Apothekennotdienstes verwendet.
#4Brengel Ernst
alle preislichen Änderungen der letzten Jahre wurden genutzt, um unsere Vergütung zu schmälern. So wird es auch diesmal sein. Eine Vergütung durch die Kassen wird uns mit Sicherheit woanders abgeknapst. Das ist umso dümmer, als die Notdienstgebühr mittlerweile meist vom Kunden selbst getragen werden muß. Die Apothekerforderung nach einer höheren Notdienstvergütung wird ein Eigentor, wetten das...
#3Notdienst Landapotheke
unser Notdienst wird auch nicht besonders in Anspruch genommen, im Schnitt ca. 1 Rezept pro Abend/Nacht , außer wenn er auf einen Sonntag fällt, dann könnens schon mal 5 Rezepte werden und ein paar Auskünfte am Telefon. Also mir wäre z.B. lieber, weniger oft dran zu sein oder es wenigstens mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst am Ort zu koordinieren, als die Vergütung zu erhöhen. Da wir aller 8 Tage haben, ist es für uns eher lästige Pflicht als Einkommensquelle.
#2werte Redaktion
sie fangen ja aber auch schon an Fakten zu verdrehen und zu vermischen. Dass so und soviel Prozent der teilnehmenden (nicht repräsantativ) Apotheker sagen, die Notdienstzuschläge sind zu gering, heißt nicht zwangsläufig , das diese Apotheker mit dem Vorschlag von Herrn Singhammer einverstanden ist. Bitte nicht auf das Niveau von SPON odwer BILD dir meine Meinung fallen. Das muss ja wirklich nicht sein.
#1Es geht doch gar nicht um das "Verdienen"
wer eine Dienstleistung anbietet, die nie oder fast nie in Anpruch genommen wird, der wird sich irgendwann fragen ob denn das Angebot überhaupt stimmt. Es hilft nix gebetmühlenartig "alles schläft und einer wacht" in die Welt zu posaunen, kostenfreie Nummern bundesweit zu schaffen, die dann niemand wählt. NOTDIENST ist wichtig keine Frage, aber alle 10km ein Apothekerlein zum Dienst auf der Pritsche zu verurteilen hat damit leider nichts zu tun. Wir verschleissen einfach einen Teil des Berufsstandes, der dann zu den Zeiten wenn die Nachfrage da ist leider frei hat, weil er ja nächstens gewartet hat ob einer kommt.