APOTHEKE ADHOC Umfrage

Apotheker: Kassenabschlag festschreiben APOTHEKE ADHOC, 15.06.2012 11:16 Uhr

Berlin - Dass im Gesundheitswesen Leistungserbringer und Kostenträger Honorarfragen in bestimmten Grenzen untereinander klären können, ist ein hohes Gut. Doch das Gezerre um den Abschlag der Apotheken hat den GKV-Spitzenverband mürbe gemacht: Nach zwei Verhandlungsrunden würden die Kassen ihren Rabatt als Großkunden gerne dauerhaft gesetzlich festschreiben lassen. Die Apotheker sind in weiten Teilen nicht abgeneigt.

Bei einer Umfrage von APOTHEKE ADHOC gaben 55 Prozent der Teilnehmer an, der Gesetzgeber solle den Abschlag festschreiben. 39 Prozent waren der Meinung, Kassen- und Apothekerverbände sollten weiter verhandeln. 6 Prozent hatten keine Meinung. An der Umfrage nahmen am 12. und 13. Juni 231 Leserinnen und Leser von APOTHEKE ADHOC teil.

Derzeit ist die Höhe des Kassenabschlags bereits gesetzlich definiert: Die Koalition hatte den Zwangsrabatt mit dem AMNOG für die Jahre 2011 und 2012 auf 2,05 Euro erhöht, um bei den Apotheken 200 Millionen Euro zu sparen. Für die Jahre 2009 und 2010 hatte eine Schiedsstelle den Abschlag auf 1,75 Euro gesenkt; beide Schiedssprüche werden aber noch vor dem Landessozialgericht Berlin-Brandenburg verhandelt. Die Kassen fordern 2,30 Euro.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 3 Kommentare
  • 15.Juni 2012, 20:57Uhr
    Community Mitglied

    #3Peitsche?

    @1 Das sind Infratest-Umfragen mit 1000 Befragten auch nicht. Trotzdem kann man damit ganz gute Stimmungsbilder zeichnen, Trends erkennen und Prognosen erstellen. Sicherlich unterscheidet sich die sog. Internetgemeinde in ihren Ansichten von denen der sog. SilverAger, von denen nur ein Drittel etwa überhaupt im Inet präsent sind. Doch Apotheker jeden Alters sind IMHO zu über 80% im www unterwegs. Ich staune natürlich auch über die 39% Unerschrockenen, die weiter Verhandlungen wollen. Ich halte die momentane Situation für grotesk und ganz großen Mist. Man kann nicht verhandeln, wenn es keinen kleinsten gemeinsamen Nenner gibt, auf den man sich einigen kann. Und das sind die 1,75€ welche die Kassen für 2010 akzeptiert haben (unter Vorbehalt). Verborten Betonköpfen kann man eben nur mit Gerichtsurteilen oder Gesetzestexten kommen. Sie sind es nicht wert, dass man seine kostbare Zeit opfert, um sich mit ihnen zu treffen. Seit Dezember 2009, der Schiedsstellenentscheidung, kommen wir nicht an unser Geld, müssen es zurück stellen. 2,5 Jahre auf Eis, unglaublich. Möchte sich das in Zukunft wirklich jemand erneut antun? Man sagt ja den Gesundheitsberuflern einen gewissen Masochismus nach. Dass es so schlimm um uns steht, nahm ich dann doch nicht an. Oder ist es etwa das Stockholm-Syndrom?

  • 15.Juni 2012, 18:53Uhr
    Community Mitglied

    #2Die Grundlage für den Kassenabschlag...

    ist genauso hinfällig wie die öffentliche Apotheke um die Ecke in den Augen mancher Politiker und einiger in der Bevölkerung! Damit sollten ja ürsprüglich Einkaufsvorteile zugunsten der GKV abgeschöpft werden, aber in der momentanen Situation werden wir über alle Maßen belastet! Gesetzlich festschreiben gerne: DAUERHAFT 0,00€ !!

  • 15.Juni 2012, 15:45Uhr
    Community Mitglied

    #1231?

    Nicht gerade repräsentativ....

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