Unterfranken

„Rezeptsammelstelle ist nur die B-Lösung“ Carolin Bauer, 13.02.2016 09:07 Uhr

Berlin - Der Gedanke an die fehlende Apotheke im Ort löst bei Bürgermeister Volker Schmitt aus dem fränkischen Schwarzach ein Stirnrunzeln aus. Der Politiker bemüht sich seit Monaten um einen neuen Pharmazeuten für die rund 3500 Einwohner zählende Gemeinde. Zwei Hausärzte sind vorhanden, allerdings fehlen geeignete Räume für die Offizin.

Apothekerin Ursula Steinbrenner hatte mit der Nachfolgersuche keinen Erfolg. Die 72-Jährige hatte ihre Benediktiner-Apotheke Mitte September geschlossen. Seitdem führt Schmitt Gespräche mit Pharmazeuten und Vermietern. Denn die Besitzerin des alten Standorts hatte mit den Räumen andere Pläne.

Schmitt will die aktuelle Versorgungssituation der Gemeinde verbessern. „Es ist aber unglaublich schwierig, einen Apotheker zu finden.“ Aktuell sei er mit einem Kandidaten im Gespräch. Eventuell gebe es auch einen geeigneten Standort. Dort wird allerdings noch ein anderes Gewerbe betrieben.

Konkretes will Schmitt nicht verraten. „Ich bin vorsichtig geworden, weil ich schon einmal sehr euphorisch war.“ Die größte Hürde für Interessenten sei die Finanzierung der Räume. Die Investitionen in einen komplett neuen Standort seien hoch. Schmitt kennt die Thematik. Als ehemaliger Bankkaufmann hat er auch Apotheker beraten.

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