Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 26. Mai 2011, 14:45 Uhr
Gute Beratung und preiswerte Arzneimittel scheinen sich im Versandhandel auszuschließen - zu diesem Ergebnis kommt zumindest der Nachrichtensender n-tv, der 17 Versandapotheken durch das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) testet lassen hat. Dem Anbieter von Gütesiegeln zufolge haben sich im Gegensatz zum letzten Test 2009 zwar die telefonische Beratung und die Online-Auftritte verbessert. Abzugspunkte gab es aber für lange Wartezeiten am Telefon, unvollständige E-Mail-Antworten und große Preisunterschiede.
Mit durchschnittlich 47 Sekunden sei die telefonische Wartezeit doppelt so lang gewesen wie im vergangenen Test, kritisiert DISQ. Jede zweite Website sei unübersichtlich, beinahe jede zweite E-Mail-Anfrage wurde demnach unvollständig oder ohne Angabe von Kontaktdaten beantwortet. Für den Warenkorb mit 15 Arzneimitteln gab es laut Test große Preisunterschiede: Im günstigsten Fall wurden rund 85 Euro fällig, das teuerste waren rund 115 Euro. Qualität und Preis flossen in der Rangfolge zu jeweils 50 Prozent in die Bewertung ein.
Testsieger ist der Versender Mediherz aus dem bayerischen Sennfeld, die Versandapotheke erreichte insgesamt 79,9 von 100 möglichen Punkten. Platz 2 ging an Aponeo, gefolgt von apotal.de, Mycare und apo-rot. Dann kommen Besamex, die Deutsche Internet Apotheke, EasyApotheke, Aliva-Apotheke (Sanicare), medpex und versandapo.de. Auf den hinteren Rängen finden sich Europa Apotheek Venlo (Medco Celesio), Sanicare, DocMorris (Medco Celesio), Vitalsana (Schlecker) und Apotheke Zur Rose. Das Schlusslicht bildet Pharma24.
Insgesamt landeten Preisführer wie apotal, apo-rot und Aliva bei der Qualität im unteren Feld; dagegen lagen Versender mit guter Qualität wie Mediherz, mycare und DocMorris im Kostenvergleich auf den hinteren Rängen.
Für den Test hatte das Marktforschungsunternehmen insgesamt 578 Telefonanrufe, E-Mail-Anfragen und Website-Besuche durchgeführt.
apotheke adhoc Debatte 2 Kommentare
MitdiskutierenGenau....
man sollte in diesem Zusammenhang überlegen, ob man nicht direkt auch das ganze Internet verbieten lassen kann. Dann könnte man keine Preise mehr vergleichen und alles könnte wieder so schön sein....
Der eigentliche Skandal besteht..............................
darin, daß der Versand von Rx UND Ax
- nach wie vor und vom Gesetzgeber immer noch gewollt und per ApothekenGesetz geregelt -
OHNE die übliche und notwendige pharmazeutische Beratung erfolgt !
Derweil darf sich das Personal in den Präsenz-Apotheken den Mund fusselig quatschen.
Beenden Sie (auch) diesen historischen Mangel Ihrer Vorgänger, Herr Minister Bahr, indem Sie den Versandhandel von Rx UND Ax in und nach Deutschland wieder untersagen !
Weg mit dem § 11a ApothekenGesetz !