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Kooperationen setzen auf Möbel

Alexander Müller, 15. Mai 2008, 13:15 Uhr

  • Gemeinsamer Auftritt: Immer mehr Kooperationen setzten auf einheitliche Einrichtungen.
Berlin -

Immer mehr Apothekenkooperationen setzen auf eine einheitliche Inneneinrichtung. Nachdem die Dachmarke Linda des Marketing-Vereins Deutsche Apotheker (MVDA) bereits im vergangenen Jahr ein entsprechendes Konzept vorgestellt hatte, ziehen Vivesco, Gesine und A-Plus jetzt nach. Gehe setzt eigenen Angaben zufolge in den "gesund leben"-Apotheken ein Konzept ohne Einrichtung um, Parmapharm will gänzlich auf eine Gleichschaltung verzichten.

Mit Rücksicht auf die gegebenen Räumlichkeiten der Partnerapotheken setzen die Kooperationen meist auf modulare Systeme. Jenseits strenger Gestaltungsvorgaben der Franchise-Apotheken gestehen die Zusammenschlüsse ihren Mitglieder damit Gestaltungsfreiheit zu. Dennoch sind die Kooperationen sichtlich bemüht, ihre jeweilige Marke bekannter zu machen.

„Uns ist wichtig, dass A-Plus-Apotheken erkannt werden. Unsere Zeichen sind derzeit noch etwas fragmentarisch“, sagte Geschäftsführerin Margot Haberer gegenüber APOTHEKE ADHOC. Im Herbst sollen zwei „Flagship -Apotheken“ in der grau-roten Farbkombination der Kooperation eingerichtet sein. Haberer ist zuversichtlich, Vorzeigeapotheken zu finden, da einige A-Plus-Mitglieder ohnehin einen Umbau planten. Neben Diskretionszonen und Beratungsräume müssen technische Voraussetzungen wie e-Card-Lesegeräte an den HV-Tischen erfüllt werden, sagte Haberer. Für kleinere Apotheken soll es Sonderlösungen geben.

Auch die Kooperation Gesine hat Architekten beauftragt, noch in diesem Jahr ein einheitliches Konzept vorzustellen. Wie bei A-Plus und Linda soll die Einrichtung nach einem Baukasten-Prinzip angepasst werden können. Die rund 200 Partnerapotheken sollen jedoch nicht zum Umbau verpflichtet werden, sagte eine Sprecherin.

Schon einen Schritt weiter ist die Anzag-Kooperation Vivesco. Seit rund drei Monaten gibt es eine Einrichtungslinie in gelb und blau. Fünf der rund 1100 Mitglieder hätten bereits umgebaut, sagte Geschäftsführer Armin Hirth gegenüber APOTHEKE ADHOC: „Die Optik gehört zur Markenbildung.“ Auch von außen sollen die Apotheken durch einen gelben Torbogen auffallen. In den nächsten drei Jahren rechnet Hirth damit, dass zwei Drittel aller Mitgliedsapotheken teilnehmen.

Der Stuttgarter Pharmagroßhändler Gehe gibt seinen gesund leben-Apotheken mit einem Handbuch Anleitungen zum „Co-Branding“. Als Zweitmarke soll "gesund leben" auf Schildern, Fußmatten oder im Schaufenster „im Zusammenspiel mit dem Apotheken-A“ fungieren, sagte eine Sprecherin. Möbel sind in diesem Konzept allerdings bislang nicht vorgesehen.

Die "gesund-ist-bunt"-Apotheken der Parmapharm hingegen wollen auf einen einheitlichen Auftritt gänzlich verzichten: „Das entspricht nicht unserer Philosophie“, sagte Sprecher Guido Greger gegenüber APOTHEKE ADHOC. Die meisten Gesellschafter hätten sich ohnehin selbständig eingerichtet. „Interessanter ist das für Neugründungen, aber auch da ist ein Universalkonzept schwierig umzusetzen. Eine Apotheke in einem Fachwerkhaus im tiefsten Bayern kann man nicht genauso gestalten wie eine Apotheke in der Frankfurter Fußgängerzone“, sagte Greger.

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