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Hersteller zögern bei Bufexamac

Désirée Kietzmann, 04. Mai 2010, 14:06 Uhr

Berlin -

Nachdem sich die Hersteller Bufexamac-haltiger Arzneimittel im Januar in einer konzertierten Aktion von ihren Zulassungen verabschiedet hatten, scheint das aktuelle Vorgehen weniger abgestimmt: Bislang zieht nur Ratiopharm Konsequenzen und stellt den Vertrieb Bufexamac-haltiger Präparate ein. Mit dem Verzicht auf den gesetzlich erlaubten Abverkauf will der Konzern aus Ulm der Nutzen-Risiko-Bewertung der Behörden Rechnung tragen.

Der Konzern aus Ulm steht mit seiner Vertriebspolitik noch allein da: Wie Nycomed sehen auch Stada (Mastu akut), Ritsert (Anaesthesin akut), Deutsche Chefaro (Hämoagil), Winthrop (Haemo Exhirud), Riemser (Parfenac) und Schöning-Berlin (Hexamon) nach Informationen von APOTHEKE ADHOC aktuell keinen Handlungsbedarf. „Wir nutzen die gesetzliche Abverkaufsfrist, solange wir sie ausnutzen dürfen“, sagte eine Sprecherin von Ritsert.

Wie lange die Präparate noch vertrieben werden dürfen, hängt nun von der Entscheidung der EU-Kommission ab. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat einen Rückruf der Zulassungen für Bufexamac-haltige Arzneimittel empfohlen. Für die Hersteller tickt die Uhr. „Sobald die Entscheidung gefallen ist, werden wir ihr Rechnung tragen“, sagte eine Sprecherin von Winthrop gegenüber APOTHEKE ADHOC.

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