Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Janina Rauers, 07. April 2011, 09:19 Uhr
Mit der Optimierung des Warenlagers beschäftigen sich Softwarehäuser, Dienstleister - und auch Großhändler. Gehe und Anzag bieten Programme an, mit denen im Generalalphabet aufgeräumt werden soll. Dafür greifen die Anwendungen Wawi Top und optiL auf Daten aus der Apothekensoftware zu.
Gehe hatte Wawi Top 2009 für Rx-Arzneimittel eingeführt, eine Ausweitung auf den OTC-Bereich ist geplant. Aktuell nutzen nach Firmenangaben rund 500 Apotheken das Programm. Im Verlauf dieses Jahres sollen es deutlich mehr werden.
Der Großhändler wirbt mit Einsparpotentialen für die Apotheken: Die Kapitalbindung im Lager sowie Boten- und Prozesskosten könnten um durchschnittlich 20 Prozent gesenkt werden. Außerdem könnten entgangene Einnahmen aus Nein-Verkäufen deutlich verringert werden.
Entwickelt wurde Wawi Top im Auftrag der Gehe vom Institut für Pharmakoökonomie und Arzneimittellogistik (IPAM) an der Hochschule Wismar. Wie die Apothekensoftware nutzt Wawi Top Daten zum Ein- und Abverkauf. Zusätzlich werden Apothekeneinkaufspreise sowie apothekenspezifische Informationen wie der Verzinsungsanspruch der Banken oder Botenkosten berücksichtigt. Die einzelnen Parameter werden nach bestimmten Algorithmen gewichtet, um das Lager nicht nur in der Breite, sondern auch in der Tiefe zu optimieren.
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apotheke adhoc Debatte 2 Kommentare
MitdiskutierenRabattverträge???
Rabattverträge werden leider nicht berücksichtigt. So können Kunden dieser Optimierungsprogramme leicht in eine Falle tappen.
Auf einmal werden Artikel ausgelistet, die der Apotheker für die Belieferung von Rabattverträgen benötigt.
Cave
Immer schön prüfen, wem man seine WAWI-Daten anvertraut ;-)