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Die Sorgen der Apotheker

APOTHEKE ADHOC, 05. Februar 2010, 16:26 Uhr

Berlin -

Rabattverträge sind für zwei Drittel der Apotheker ein Problem: Bei einer Umfrage der Unternehmensberatung KantarHealth (früher TNS Healthcare) nannten 69 Prozent Rabattverträge als Thema, das sie besonders belastet. Den Apothekern zufolge verunsichern die Vereinbarungen der Kassen mit Herstellern Patienten und erhöhen den Erklärungsbedarf in der Offizin und damit den Zeit- und Personalaufwand.

20 Prozent der Befragten kritisieren, der Austausch von Arzneimitteln sorge für höhere Beratungsintensität. Retaxationen befürchten 15 Prozent. Weitere 6 Prozent glauben, dass kleine und mittelständische Pharmafirmen auf Grund der Rabattverträge in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten werden.

Neben den Rabattverträgen nennen 20 Prozent der Apotheker die Gesundheitspolitik der neuen Bundesregierung als Thema, das sie beschäftigt. Je 11 Prozent zählen den wachsenden Konkurrenzdruck im OTC-Bereich, Reimporte und Entlassungen aus der Apothekenpflicht auf. 10 Prozent der Apotheker beklagen sinkende Margen oder geringere Gewinne. Versand- und Internethandel sprechen 7 Prozent als Problem an; 5 Prozent kritisieren, dass der Großteil der nicht rezeptpflichtigen Medikamente nicht mehr von den Krankenkassen erstattet wird.

KantarHealth hatte im Oktober 2009 repräsentativ ausgewählte 150 Apotheken online befragt. Antwortmöglichkeiten waren nicht vorgegeben, Mehrfachnennungen möglich.

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