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Schweinegrippe-Impfstoff

Becker: Apotheken verwalten Mangel

Janina Rauers, 04. November 2009, 18:14 Uhr

  • Impfstoffmangel in Apotheken: Der Präsident Fritz Becker sieht die Probleme beim Hersteller.
Berlin -

Frust über zu geringe Liefermengen: Neben Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bayern hat auch Baden-Württemberg bislang nur einen Bruchteil des erwarteten Impfstoffs gegen die Schweinegrippe erhalten. „In den Apotheken im Land kann derzeit nur der Mangel verwaltet werden“, sagte der Präsident des Landesapothekerverbandes (LAV) Fritz Becker. Hierfür sei in erster Linie der Hersteller GlaxoSmithKline verantwortlich: „Apotheker tragen keine Schuld daran, dass derzeit nicht alle Anforderungen nach Impfstoff gegen die Schweinegrippe erfüllt werden können.“

Ursprünglich sollte sich jede interessierte Apotheke an der Impfstoffverteilung beteiligen dürfen. Nun bestimmt das baden-württembergische Ministerium von Woche zu Woche, welche Apotheken den Impfstoff erhalten sollen.

Auf Grundlage der Bestellliste des Logistikers erstellt das Ministerium wöchentlich eine Liste mit den zu beliefernden Apotheken. Um die schwankenden Impfstoffmengen möglichst flächendeckend zu verteilen, berücksichtigt der Verteilungsschlüssel unter anderem die Bevölkerungsdichte pro Region. In Stuttgart etwa wurden in der ersten Woche sieben, in der zweiten Woche fünf weitere Apotheken versorgt.

Schon in der ersten Woche hätten etwa 900.000 Dosen bereitstehen sollen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums gegenüber APOTHEKE ADHOC. Bislang wurden nach Angaben des LAV allerdings erst 316.000 Dosen ausgeliefert.

Mehrere zehntausend Impfdosen seien in den Apotheken noch verfügbar, sagte eine LAV-Sprecherin auf Nachfrage. Auf den Internetseiten der Landesapothekerkammer können sich die Apotheken ohne Impfstoff informieren, welche Kollegen in der Nähe Pandemrix vorrätig haben. „Entweder teilen sie dem Arzt, der den Impfstoff angefordert hat, den Namen der Apotheke mit - oder sie bringen das Rezept persönlich in dieser Apotheke vorbei“, so die Sprecherin. Nicht selten nehme die Apotheke damit Strecken von mehreren Kilometern in Kauf. Das Honorar von 40 Cent pro Impfdosis erhält aber nur die Apotheke, die den Impfstoff beim Logistiker bestellt.

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