Der Kopf entscheidet
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APOTHEKE ADHOC, 12. Mai 2011, 17:54 Uhr
Bei Privatrezepten, die nicht auf dem blauen Rezeptformular ausgestellt wurden, muss in den Apotheken künftig die Rückseite bedruckt werden. Darauf weist der Deutsche Apothekerverband hin. Grund ist der Herstellerrabatt, den auch die privaten Krankenversicherungen (PKV) seit Jahresbeginn von den Pharmafirmen kassieren können. Damit die „Zentrale Stelle zur Abrechnung von Arzneimittelrabatten“ (Zesar) die Ansprüche geltend machen kann, müssen die Angaben der Apotheken maschinenlesbar sein.
Hat der Arzt keinen blauen Rezeptvordruck benutzt, müssen ab 16. Mai die Angaben zu Apotheke und Abgabedatum sowie Arzneimittel, Menge und Preis auf die Rückseite gedruckt werden. Dort müssen die Rezepte künftig auch abgezeichnet werden. Hat der Arzt mehr als drei Arzneimittel verordnet, müssen auch blaue Rezepte auf der Rückseite bedruckt werden.
apotheke adhoc Debatte 8 Kommentare
Mitdiskutieren#6
Genau so ist es.
Warum traut sich keiner, den Ärzten endlich die blauen Formulare zu "verordnen"? Was können wir für die abenteuerlichsten Formate und Designauswüchse auf Privatrezepten?
Unsere Software bedruckt die Rezepte wie vorgeschrieben.
Aber nur GEEIGNETE Formulare.
Wenn nicht geeignete Formulare gültig sind und damit dem Kontrahierungszwang unterliegen, werden sie beliefert, im Arztstempel oder wo auch immer (manchmal unleserlich?) bedruckt und müssen damit abrechnungsfähig sein (oder verbindlich abgeschafft werden).
Bürokratieabbau?
wenn wir schon die Inkassostelle für alle Krankenkassen spielen dürfen, möchten wir auch wie andere Inkassounternehmen unseren prozentualen Anteil an der eingetriebenen Summe haben!
Eigentlich geht es mich nichts an, wie der Patient/Kunde mit seiner Versicherung abrechnet, also pro Kopie 1€ verlangen für Papier und teure Druckertinte! Damit vergraulen wir dann noch unsere paar letzten Privatpatienten.
...was mir so
richtig auf den Sack geht, ist wenn andere ihre Probleme zu meinen machen und meine Kammer da as usual auch noch mitmacht...
zum Kotzen....
kein Aprilscherz?
...also dürfen wir demnächst auch jedem Patienten die Packungsbeilagen laut vorlesen...
Wann werden die Apotheker/innen eigentlich endlich verbeamtet? Dann würde jeder Patient brav sein Nümmerchen ziehen und im Flur warten und wir hätten Zeit für Formulare, Bestimmungen, Ergänzungsvorschriften, Vertragsprüfungen, Rezeptkopien...und wären aus der Schusslinie derer, die uns wirtschaftliches Interesse vorwerfen, die Zahl der Apotheker wäre begrenzt und alle Regierungen (ja, auch die, die angeblich Interesse am freien Beruf des Apothekers haben) wären zufrieden.
Regelmäßige Arbeitszeiten, Urlaub, gesetzliche Rente, eventuell Vorruhestandslösungen - herrlich...
Der Wahnsinn wird zur Regel
Wie druck ich eine Gesamtsumme auf, wenn der Patient sein 3. Arzneimittel an einem späteren Tag erwirbt?
Wie druck ich ein 7. AM auf?
Fragen über Fragen!!!
Kann mich (leider) nur anschließen................
Außer zu einem "Abnicken" scheint der Verband wohl nicht mehr in der Lage zu sein.
SCHADE -
ich würde mir - und das nicht nur manchmal - mehr Rückgrat wünschen.
Aber mit derartigen "Regelungen" diskreditiert man sich zunehmend und macht sich irgendwann dann auch überflüssig..............
Richtig Nummer (1)
Aber machen wir uns nix draus, wer hat es abgenickt? Die Apotheker selber...Die Kammer. Heute habe ich ein Fax Info hierzu erhalten. Liebe Kammer, arbeitet ihr in Apotheken oder sitzt ihr in eurem Kammer-Haus nur rum? Unsere Professionalität wird wieder entmachtet, jetzt kopiert ein Akademiker doppelt soviel. Ein Witz.
Lasst die Apotheken die Arbeit machen
Warum wird dann nicht das blaue Rezept zur Pflicht? Das wäre doch die einfachere Alternative. Aber nein, die Apotheken können dann zusehen, wie sie das geregelt bekommen. Ich freue mich schon auf die ersten Kopien und die NAchfragen, wenn die Patienten nicht mehr wissen, welche Kopie der Rückseite zu welcher Vorderseite gehört. Vielen Dank.