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Niedersachsen

Apotheker klagen über AMNOG

APOTHEKE ADHOC, 23. Februar 2012, 15:02 Uhr

  • Düstere Aussichten: Die Apotheker in Niedersachsen gehen davon aus, dass ihre Ertragslage auch 2012 rückläufig wird.Foto: LAV Niedersachsen
Berlin -

Niedersachsens Apotheker beschweren sich über die Nachwirkungen des Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes (AMNOG): Insbesondere die Umstellung der Großhandelsvergütung habe die Apotheken schwer getroffen, heißt es beim Apothekerverband in Hannover. Einer Umfrage zufolge hatten 83 Prozent der Inhaber im Jahr 2011 schlechtere Bezugskonditionen beim Großhandel.

Auch für dieses Jahr haben die Apotheker wenig Hoffnung: 94 Prozent der 580 Befragten gehen davon aus, dass es mit dem Ertrag noch weiter abwärts geht. Die finanziellen Belastungen wirken sich demnach auch auf die Personalstruktur der Apotheke aus: 43 Prozent der Apothekenleiter gaben an, bereits Änderungen in der Personalstruktur vorgenommen zu haben. 20 Prozent der Teilnehmer schlossen nicht aus, künftig die Beschäftigtenzahl zu reduzieren.

Die Pharmazeuten beschweren sich auch über den Bürokratieaufwand, der durch das AMNOG entstanden ist: 93 Prozent der befragten Apotheker sagten aus, dass die Papierarbeit beispielsweise durch die Mehrkostenregelung oder die Änderung der Packungsgrößenverordnung (PackungsV) wesentlich angestiegen sei. Auch der Erklärungsbedarf gegenüber den Patienten sei stark angestiegen.

„Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass die niedersächsischen Apotheken nicht nur die Belastung eines erhöhten Abschlages an die Krankenkassen tragen müssen, sondern erheblich unter den Rabattkürzungen des Großhandels leiden“, sagte Verbandschef Heinz-Günter Wolf. Er erwarte nun von der Politik, dass die Lage der Apotheker ernst genommen werde. „Dazu gehört die Anpassung des seit 2004 unveränderten Apothekenhonorars an die gestiegenen Personal- und Sachkosten“, so Wolf, der auch ABDA-Präsident ist.

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apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar

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Community Mitglied 23. Februar 2012, 16:37 Uhr
#1 Schreit nach der Politik wie Schlecker

Liebe Kollegen! Schreien wir doch wie Schlecker und sein Betriebsrat nach der Staatsunterstützung für kleinere Unternehmen. Frau Schwesig aus Meck -Pomm macht es doch gerade vor. Ich gebe gerne meine Kontoverbindung für die Zahlungen an.
siehe auch Beitrag Schlecker fordert Unterstüzung! Es ist nur noch widerlich! Herr Wulf mit seinen Nehmerqulitäten ist das beste Beispiel für die Haltung von Politikern, Lobbyisten und Standesvertretern- da besonders zu nennen mein Spezialfreund Dr. Herrmann von der AOK!!!

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