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Niedersachsen

Apotheken warten auf Impfstoff

APOTHEKE ADHOC, 20. Oktober 2009, 07:59 Uhr

  • Vorerst unter Verschluss: In den Ländern wird der Impfstoff teilweise erst in der kommenden Woche an die Apotheken ausgeliefert.
  • Wertvolle Ware: Jeder Patienten erhält 0,5 Milliliter Antigen-Adjuvans-Mischung; eine Mischung reicht für zehn Anwendungen und hält 24 Stunden.
  • Länder als Großabnehmer: Pro Palette werden 120.000 Dosen aus der laufenden Produktion abgegeben.
  • Lieferung ab Werk: Die Länder holen seit gestern den Impfstoff in Dresden ab.
  • Herausforderung Logistik: Wo die Apotheken eingebunden sind, liefern Pharmagroßhändler den Impfstoff.
  • Multidosen für Massenimpfung: Pandemrix enthält jeweils 50 Ampullen mit Antigen und Adjuvans für je zehn Impfungen.
  • Produktion auf Hochtouren: Täglich wurden in Dresden 380.000 Eier für die Bebrütung angeliefert.
  • Ausgetauschtes Antigen: Grundlage des Impfstoffs ist ein Saatvirus der WHO.
Berlin -

Die niedersächsischen Apotheken müssen auf den Impfstoff gegen die Schweinegrippe noch warten. Zwar wurden am Montag die ersten Impfdosen bei GlaxoSmithKline (GSK) abgeholt. Doch bevor diese an die ausgewählten „Pandemieimpfstoff-Bezugsapotheken“ geliefert werden, wird noch abgewartet. Denn die erste GSK-Lieferung reicht nicht aus, um alle Apotheken gleichzeitig zu versorgen.

Den noch fehlenden Teil der Impfdosen stelle GSK am kommenden Montag in Dresden bereit, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Gesundheitsministeriums gegenüber APOTHEKE ADHOC. Beliefert werden die Apotheken von allen in Niedersachsen vertretenen Großhändlern.

Spätestens am 29. Oktober sollen die Apotheken wiederum den Impfstoff an die Ärzte und Krankenhäuser ausliefern. Impfstart sei dann voraussichtlich am 30. Oktober, so die Sprecherin. Nach den ersten beiden Lieferungen erhält Hannover wöchentlich 200.000 Impfdosen.

Ähnlich wie in Rheinland-Pfalz wurden auch in Niedersachsen Apotheken ausgesucht, die die Pakete mit dem Impfstoff Pandemrix auseinzeln sowie mit Impfspritzen und -kanülen versehen an die Impfstellen ausliefern. Das Ministerium hatte die Zahl der beteiligten Apotheken auf 400 festgelegt und die Auswahl der Apothekerkammer übertragen. Innerhalb weniger Stunden hätten sich per Fax 680 Apotheken beworben, sagte ein Sprecher der Kammer gegenüber APOTHEKE ADHOC.

Daher entschied das Los darüber, welche Apotheke den Impfstoff verteilen darf. Pro Impfdosis sollen die ausgewählten Apotheken nach Angaben des Landesapothekerverbandes 48 Cent erhalten.

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