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Inkontinenzversorgung

Apotheken müssen einspringen

Alexander Müller, 05. Februar 2009, 19:08 Uhr

  • Bewährter Weg: In Hessen sollen die Apotheken eine gescheiterte Hilfsmittelausschreibung auffangen.
Berlin -

Schlechte Qualität und verspätete Lieferungen: AOK-Versicherte in einigen Regionen Hessens hatten seit Jahresbeginn viel Ärger mit ihrer Hilfsmittelversorgung. Denn ihre Kasse hatte bei ihrer Ausschreibung zu aufsaugenden Inkontinenzprodukten in fünf von zehn Losgebieten den Zuschlag an die Firma Mako Handels GmbH erteilt. Und die war mit der Versorgung von rund 20.000 Inkontinenzpatienten offensichtlich überfordert. Jetzt hat die AOK reagiert und den Vertrag fristlos gekündigt.

„Wir hatten eine Reihe von Beschwerden von Versicherten. Die Produkte wurden nicht zur vereinbarten Zeit geliefert oder waren von schlechter Qualität“, sagte ein Sprecher der AOK Hessen gegenüber APOTHEKE ADHOC. Wie es dazu kommen konnte, ist der AOK ein Rätsel. Schließlich seien die Anforderungen bei der Ausschreibung hoch gewesen.

Dem Sprecher zufolge wurden nur Bieter berücksichtigt, deren Produkte im Hilfsmittelkatalog gelistet sind. Der Preis sei - wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben - dann das ausschlaggebende Kriterium gewesen. „Bei drei von vier Vertragspartnern hat es funktioniert, in diesem Fall leider nicht“, so der AOK-Sprecher knapp.

Ob die fünf Mako-Gebietslose neu ausschreiben werden, ist laut Sprecher noch offen. Zunächst sollen die betroffenen Versicherten auf die bisherige Versorgung zurückgreifen - auf Sanitätshäuser und Apotheken. Rechtliche Bedenken wegen der Vertragsauflösung hat die AOK nicht - eine Prüfung diesbezüglich sei erfolgt.

Mako mit Sitz im hessischen Fulda war bislang nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen. Eine Telefonansage verweist AOK-Versicherte an ihre zuständige Geschäftsstelle. Die schlechte Erreichbarkeit des Vertragspartners zählte laut AOK-Sprecher zu den häufiger vorgebrachten Beschwerden der Versicherten.

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