Randnotiz : Doping mit Ulle
Mutig, mutig: Der Hersteller Dr. Kurt Wolff lässt sein Anti-Haarausfall-Shampoo Alpecin künftig von Jan Ullrich bewerben. Der Ex-Radprofi hat laut dem Handelsblatt einen Dreijahresvertrag... Mehr
Désirée Kietzmann, 30. August 2010, 13:30 Uhr
Zum 1. September drohen den Apotheken beträchtliche Lagerwertverluste. Denn zum Monatsanfang werden die Festbeträge von 20 Arzneistoffgruppen angepasst. Darunter sind absatzstarke Indikationsgruppen wie Protonenpumpenhemmer, Antidepressiva, Sartane, ACE-Hemmer, Betablocker, Antibiotika, aber auch Migräne- und Osteoporosemittel. Insgesamt sind mehr als 100 Wirkstoffe beziehungsweise Wirkstoffkombinationen in knapp 10.000 Handelsformen betroffen.
Die neuen Festbeträge weichen vereinzelt um mehr als 50 Prozent von den alten Preisen ab. Insbesondere bei den teuren Präparaten gibt es deshalb große Differenzen. So liegen zum Beispiel beim Migränemittel Maxalt (Rizatriptan, 18 Tabletten) von MSD Sharp & Dohme 74,92 Euro zwischen altem und neuem Festbetragspreis. Je nach Lagerbestand können sich die Verluste auf bis zu 1000 Euro summieren.
Während Generikahersteller in der Regel den durch die Anpassung entstehenden Lagerwertverlust erstatten, sehen sich einige Originalhersteller nicht in der Pflicht. Warner Chilcott etwa sieht sich nicht in der Lage, die Verluste zu erstatten. Immerhin hatte der Hersteller, der mit seinen Osteoporosepräparaten Actonel (Risedronsäure) und Didronel (Etidronsäure) betroffen ist, die Apotheken schon im Juli über die geplante Preisänderung informiert. So blieben zumindest anderthalb Monate, um das Lager zu bereinigen.
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