zoom Unter Verdacht: Gegen AstraZeneca wird wegen angeblicher Schmiergeldzahlungen in den Irak ermittelt. Foto: AstraZeneca

Unter Verdacht: Gegen AstraZeneca wird wegen angeblicher Schmiergeldzahlungen in den Irak ermittelt. Foto: AstraZeneca

Share      

INTERNATIONALES

KORRUPTION IM IRAK

Pharmariesen unter Verdacht

London  -  Die Ermittlungen gegen die Pharmakonzerne GlaxoSmithKline und AstraZeneca im Zusammenhang mit dem Vorwurf, Schmiergelder an das Regime des irakischen Diktators Saddam Hussein gezahlt zu haben, sind ausgeweitet worden. Die Unternehmen wurden von der zuständigen britischen Ermittlungsbehörde (Serious Fraud Office) aufgefordert, Unterlagen wie Faxe, E-Mails, Verträge und Rechnungen vorzulegen. Die Pharmafirmen betonten in Erklärungen am Sonntagabend, mit den Ermittlern voll zu kooperieren, und wiesen die Vorwürfe erneut zurück.

Die Ermittlungen waren von dem Bericht einer UN-Kommission aus dem Jahr 2005 angestoßen worden, die das „Öl-für-Nahrungsmittel“- Programm der Vereinten Nationen untersuchte. Das Programm erlaubte Husseins Irak, gewisse Mengen Erdöl auf dem Weltmarkt zu verkaufen, um mit den Einnahmen dringend benötigte Lebensmittel und Medikamente für die unter internationalen Sanktionen leidende Bevölkerung zu kaufen.

Die UN-Kommission unter Leitung des früheren US-Notenbankchefs Paul Volcker kam zu dem Schluss, dass irakische Behörden in großem Stil Schmiergeld von Unternehmen verlangten, die im Rahmen des Programms in den Irak liefern wollten. Sie listete 2000 Firmen auf, die im Verdacht stünden, Bestechungsgelder gezahlt zu haben. Dem Bericht zufolge fielen bei AstraZeneca verdächtige Zahlungen von 162 000 Dollar bei einem Kontraktvolumen von 2,9 Millionen Dollar auf und bei GlaxoSmithKline dubiose Beträge von einer Million Dollar bei einem 11,9 Millionen schweren Vertragsvolumen.

Die Londoner „Times“ berichtete am Montag unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise, die Pharmakonzerne seien bereits von US- Behörden wie der Börsenaufsicht SEC zur Vorlage von Unterlagen aufgefordert worden. In den USA können Strafen gegen börsennotierte Unternehmen im Zusammenhang mit Schmiergeldzahlungen besonders hart ausfallen.

dpa, Mittwoch, 02. Januar 2008, 11:51 Uhr

APOTHEKE ADHOC Debatte

Login

Um mitzudiskutieren, müssen Sie als Mitglied der APOTHEKE ADHOC Community eingeloggt sein.

Benutzer:
Passwort:

merken| kontaktieren| drucken| versenden| zurück
Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse

Heute erhalten 11016 Abonnenten den kostenlosen APOTHEKE ADHOC-Newsletter.
Jetzt anmelden!

Aktuelle Videos

Kassenabschlag

"Kassenabschlag muss festgeschrieben werden"

Freiwillig spart keiner: Die SPD-Gesundheitsexpertin Dr. Carola Reimann würde den Kassenabschlag gesetzlich festschreiben.

Muskel- und Gelenkbeschwerden?

Die neue WEPA Pferdesalbe mit hochwertiger Rezeptur und TOP-Rendite!

Schöne Sommerzeit - leidige Stechmücken-Zeit.

Biologisch geschützt mit mosquito® Parasitenschutz.

Das neue Oberarm-Blutdruckmessgerät von aponorm®.

Höchste Qualität zu hervorragenden Konditionen.

ANZEIGE
Social Media
Follow ApothekeAdhoc on Twitter
Branchennews

Actavis Deutschland GmbH & Co. KG

Actavis punktet bei Krankenkassen-Ausschreibungen

Bei den Ausschreibungen der Krankenkassen Vereinigte IKK und KKH Allianz, sowie auch bei der spectrum|K, welche die Ausschreibung im Namen von 87 ...mehr

Porträt

Hessen

Grüttner wird Gesundheitsminister

Der designierte hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sein neues Kabinett vorgestellt: Neben Wechseln an den Spitzen von Umwelt-, ...mehr

Kommentar

(K)eine Frage der Hygiene

Eine Woche nach dem tragischen Tod von drei Säuglingen an der Uniklinik Mainz ist noch unklar, wer die Verantwortung für die verunreinigten ...mehr

Terminkalender

September 2010

So

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

29

30

31

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

1

2

Stellenmarkt
Copyright © 2009, APOTHEKE ADHOC ist ein Dienst von EL PATO Ltd. - Agentur für Kommunikation. Friedenstraße 91a / 10249 Berlin / Geschäftsführer: Patrick Hollstein, Elke Hinkelbein / Amtsgericht Berlin Charlottenburg / HRB 100 205 B / USt-IdNr.: DE246500697. EL PATO Ltd. haftet nicht bei Fehlern oder Störungen im Dienstbetrieb, bei Lieferschwierigkeiten, inhaltlichen oder textlichen Fehlern, außer in Fällen groben Verschuldens. Im Übrigen gelten unsere AGB. E-Mail: info@apotheke-adhoc.de URL: www.apotheke-adhoc.de Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Bitte beachten Sie auch AGB, Nutzungshinweise, Datenschutzerklärung und Impressum.