Berlin - Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat für seinen Schweinegrippe-Impfstoff Celtura die Zulassung des Paul-Ehrlich-Instituts erhalten. Im Gegensatz zu dem EU-weit zugelassenen auf Hühnereiern basierenden Vakzin Focetria werden Antigene für Celtura in Zellkulturen vermehrt. Der Impfstoff wird in Marburg produziert.
Celtura enthält 3,75 Milligramm Antigen und wird – ebenso wie Focetria – durch die Kombination MF59 in seiner Wirkung verstärkt. Er ist in Mehrfachampullen sowie in Fertigspritzen mit einer Einmaldosis erhältlich. Säuglinge ab einem Alter von sechs Monaten können mit Celtura immunisiert werden. Nach Angaben von Novartis besteht bei Personen zwischen drei und 50 Jahren bereits nach der ersten Impfung ein ausreichender Grippeschutz.
Die am häufigsten genannten Nebenwirkungen sind lokale Beschwerden an der Einstichstelle wie Rötungen, Schwellungen und Schmerzen sowie leichtes Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit.
Der in Europa bereits zugelassene saisonale Grippeimpfstoff Optaflu basiert auf derselben Herstellungsmethode. Eine zweite Zellkulturproduktionsanlage wird derzeit in den USA gebaut.
dpa/ APOTHEKE ADHOC, Donnerstag, 05. November 2009, 14:52 Uhr
Impfstoff-Produktion: Mit Adjuvantien gegen die Schweinegrippe
Schweinegrippe: Grünes Licht für Schweinegrippe-Impfstoff
Schweinegrippe: EMEA empfiehlt Impfstoff-Zulassung
Neues Verfahren: Grippe-Impfstoff aus Zellkulturen
Heute erhalten 11016 Abonnenten den kostenlosen APOTHEKE ADHOC-Newsletter.
Jetzt anmelden!
Der CDU-Gesundheitsexperte Michael Hennrich ist gegen eine Erhöhung des Kassenabschlags.
Der designierte hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sein neues Kabinett vorgestellt: Neben Wechseln an den Spitzen von Umwelt-,
...mehr
Eine Woche nach dem tragischen Tod von drei Säuglingen an der Uniklinik Mainz ist noch unklar, wer die Verantwortung für die verunreinigten ...mehr