Berlin - Der Neuraminidasehemmer Peramivir wurde in den USA vorzeitig zum Notfall-Gebrauch für Patienten mit Schweinegrippe zugelassen. Zwar befindet sich Peramivir noch in der dritten Phase der klinischen Entwicklung. Allerdings hatte die Gesundheitsbehörde CDC die Zulassungsbehörde FDA aufgefordert, das Arzneimittel für die Zeit der Pandemie freizugeben.
Die Indikation des intravenös zu applizierenden Peramivir beschränkt sich auf Kinder und Erwachsene mit nachgewiesener oder vermuteter Schweinegrippe, die im Krankenhaus behandelt werden. Das Arzneimittel soll eingesetzt werden, wenn entweder das oral einzunehmende Tamiflu (Oseltamivir) oder das Inhalationsmedikament Relenza (Zanamivir) nicht wirken beziehungsweise wenn die intravenöse Applikation einer anderen Darreichungsform vorgezogen wird.
Der US-Hersteller BioCryst hat angekündigt, den USA unabhängig von den laufenden Versorgungsverhandlungen Peramivir in der Dosierung 600 Milligramm für 1200 Erkrankte zur Verfügung zu stellen. Diese Menge des einmal täglich zu applizierenden Medikaments reicht für fünf Tage.
APOTHEKE ADHOC, Montag, 26. Oktober 2009, 14:45 Uhr
Peramivir: Finanzspritze für Grippemittel
Neuraminidase-Hemmer: Peramivir so wirksam wie Tamiflu
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