Berlin - Während die klinischen Studien zur Zulassung des Schweinegrippeimpfstoffs noch laufen, stehen die Details der Bereitstellung beim Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) bereits fest. Das Unternehmen wird das Vakzin in Packungen mit jeweils 500 Impfdosen zu Verfügung stellen. Pro Einheit sind jeweils 50 Ampullen mit Antigen und Adjuvans enthalten.
Anders als der saisonale Grippeimpfstoff, wird das Vakzin gegen Schweinegrippe nicht in Fertigspritzen, sondern in Multidosen-Ampullen zur Verfügung gestellt. Vor der Applikation muss das Adjuvans in das Impfstofffläschchen mit dem Antigen überführt werden. Die Mischung muss innerhalb von 24 Stunden verimpft werden und reicht für zehn Anwendungen. Der Arzt spritzt jedem Patienten 0,5 Milliliter Antigen-Adjuvans-Mischung. Nach drei Wochen erfolgt eine Wiederholungsimpfung.
„Der Impfstoff ist speziell für Massenimpfungen konzipiert worden”, sagte eine GSK-Sprecherin gegenüber APOTHEKE ADHOC. Mit Mehrdosenbehältnissen könne im Vergleich zu Fertigspritzen viel Platz bei der Lagerung gespart werden.
Die getrennte Abfüllung von Antigen und Adjuvans hat jedoch nicht nur logistische Vorteile. „Die Lagerung in getrennten Ampullen erhöht auch die Haltbarkeit”, so die GSK-Sprecherin. Das Zwei-Komponenten-Prinzip hat es dem Hersteller zudem ermöglicht, schnell auf die Pandemie zu reagieren. Denn seit 2008 hat GSK bereits eine Musterzulassung für einen Vogelgrippeimpfstoff. Für den H1N1-Impfstoff musste daher lediglich das Antigen ausgetauscht werden, das Adjuvans bleibt gleich.
Ausgeliefert werden Großbestellungen per Paletten mit jeweils 240 Packungen und damit 120.000 Impfdosen. 33 dieser Paletten passen auf einen LKW. Bestellen können bislang ausschließlich Regierungen.
Désirée Kietzmann, Donnerstag, 20. August 2009, 12:10 Uhr
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