Berlin - Die beiden selektiven Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) Venlafaxin (Trevilor, Wyeth) und Duloxetin (Cymbalta/Yentreve, Lilly) schneiden bei der Behandlung von Depressionen besser ab als Placebo. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bestätigte in seinem Abschlussbericht die bereits im Dezember vergangenen Jahres veröffentlichten Zwischenergebnisse.
Die beiden Wirkstoffe verbessern die Symptome der Depression, so das IQWiG. Im direkten Vergleich zeigte sich jedoch kein Wirkstoff dem anderen überlegen. Venlafaxin kann allerdings das Auftreten von Rezidiven minimieren. Außerdem zeigt sich der Wirkstoff überlegen gegenüber den selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI). Mit Venlafaxin behandelte Patienten leiden weniger oft an Begleitsymptomen wie Angstzuständen. Allerdings schneiden sowohl Duloxetin als auch Venlafaxin bei den unerwünschten Wirkungen schlechter ab als SSRI.
Das IQWiG hatte insgesamt 80 klinische Studien ausgewertet. Davon stellten 16 Duloxetin der Behandlung mit Placebo oder einem anderen Antidepressivum gegenüber, 62 untersuchten Venlafaxin und zwei Studien verglichen die beiden Wirkstoffe miteinander.
APOTHEKE ADHOC, Dienstag, 18. August 2009, 13:40 Uhr
Kosten-Nutzen-Bewertung: IQWiG sieht Nutzen von SNRIs belegt
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