Berlin - Ärzte und Apotheker unterstützen die Pläne der Regierung, eine Bestandsaufnahme elektronische Gesundheitskarte (eGK) durchzuführen. Grundsätzlich halten sie aber an der eGK fest. Die Bestandsaufnahme sei notwendig, erklärte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) zusammen mit der ABDA, der Bundesärztekammer (BÄK), der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) sowie der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV).
Stellvertretend für die Leistungserbringerorganisationen in der Gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte) sagte Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der KBV: „Es ist wichtig, dass wir endlich die Belange der Anwender in den Vordergrund stellen und die spezifischen Gegebenheiten in den einzelnen Versorgungssektoren." Richtschnur für das Projekt müssten die Verbesserung der Patientenversorgung und die Praktikabilität sein.
Grundsätzlich werde die Telematikinfrastruktur nicht in Frage gestellt, so Müller. Vielmehr gehe es darum, wie ihr Aufbau voranschreiten soll. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, über diese Neuausrichtung nachzudenken“, sagte Müller. „Denn schon heute ist evident, dass nicht nur die Strukturen der Zusammenarbeit geändert werden müssen, damit wir eine bundeseinheitliche und sichere Telematikplattform etablieren, die die Patientenversorgung – auch in Bereichen der Telemedizin – verbessern hilft.“
APOHEKE ADHOC, Montag, 02. November 2009, 15:22 Uhr
Elektronische Gesundheitskarte: AOK Rheinland legt eGK auf Eis
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