Berlin - Die Finanzierung der Krankenkassen über sogenannte Kopfpauschalen würde die Versicherten monatlich rund 140 Euro kosten. Das hat die AOK Schleswig-Holstein errechnet, wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten. Der Betrag ergebe sich aus der Summe der in diesem Jahr gezahlten Krankenkassenbeiträge geteilt durch die Zahl der Versicherten, zitiert das Blatt einen AOK-Sprecher. Würden auch die bisher beitragsfrei mitversicherten Familienangehörigen eine Kopfpauschale zahlen, läge der monatliche Beitrag bei 100 Euro.
Bisher ergeben sich die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung aus prozentualen Abzügen vom Einkommen der Versicherten. Die Arbeitgeber zahlen seit Juli einen allgemeinen Beitragssatz von 7,0 Prozent, für Arbeitnehmer liegt der Satz bei 7,9 Prozent. Die neue Bundesregierung erwägt, zusätzlich Pauschalbeiträge einzuführen. Diese müssten allein von den Arbeitnehmern bezahlt werden. Ein kompletter Umbau des Krankenkassensystems hin zu Kopfpauschalen ist derzeit aber nicht geplant.
dpa, Montag, 02. November 2009, 08:49 Uhr
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