Berlin - Die meisten Krankenkassen können nach einer Studie des IGES-Institus im nächsten Jahr auch ohne zusätzliche Staatshilfe ihre Ausgaben decken, berichtet das „Handelsblatt“. Demnach droht den Kassen 2010 ein Fehlbetrag von maximal 5 Milliarden Euro. Der Schätzerkreis beim Bundesversicherungsamt geht von einem Minus von 7,5 Milliarden Euro aus.
Die verbliebene Finanzierungslücke könnten die Kassen laut IGES mit den angesparten Rücklagen in gleicher Höhe stopfen. Der von der neuen Koalition geplante Rettungsschirm für die Krankenkassen sei deshalb überflüssig. Die scheidende Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte ebenfalls von Rücklagen der Kassen in der Größenordnung von 5 Milliarden Euro gesprochen.
Das IGES-Institut legt jährlich einen Bericht zur Entwicklung der Arzneimittelkosten vor. Die Koalition hatte sich darauf verständigt, neben der Arbeitslosenversicherung auch den Krankenkassen die krisenbedingten Mindereinnahmen durch einen einmaligen Steuerzuschuss von gut 4 Milliarden Euro auszugleichen. Damit sollen Zusatzbeiträge für die Versicherten vermieden werden.
dpa, Dienstag, 27. Oktober 2009, 08:47 Uhr
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