Berlin - Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat den Ärzte-Vorstoß zurückgewiesen, die Impfstoffe gegen Schweinegrippe für Soldaten und für Schwangere zu tauschen. Auch der von Ärzte-Vizepräsident Dr. Frank Ulrich Montgomery für Schwangere befürwortete Impfstoff Celvapan könne Nebenwirkungen hervorrufen, sagte Ministeriumssprecher Klaus Vater. „Montgomery ist nicht auf der Höhe der Zeit.“
Montgomery hatte vorgeschlagen, den unadjuvantierten Impfstoff Celvapan für Schwangere und Kinder einzusetzen und das wirkverstärkte Pandemrix dafür für Soldaten, Krisenstabs-Mitarbeiter und Bundespolizisten. Derzeit ist es umgekehrt geplant.
„Celvapan ist ein Impfstoff, der auch Fieber auslösen kann, vielleicht sogar mehr als der andere“, hielt Vater dem entgegen. Auch Pandemrix sei nach Rücksprache mit dem Arzt für Schwangere geeignet. „Jede schwangere Frau, die sich fragt, ob sie sich impfen lassen soll, macht das am besten mit ihrem Arzt aus“, sagte Vater. „Ein Risiko besteht nicht für die Schwangere, aber für das Kind kann Fieber gefährlich werden.“ Dem Ärzte-Vizepräsidenten warf Vater Verunsicherung der Bürger vor.
dpa, Dienstag, 20. Oktober 2009, 15:17 Uhr
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