Berlin - Die Bundeswehr hat für ihre Soldaten einen eigenen Impfstoff gegen Schweinegrippe ohne die bisher bekannten umstrittenen Zusatzstoffe bestellt. Das Verteidigungsministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Westfalen-Blatt“.
Bei dem Impfstoff handele es sich um Celvapan des Pharma-Herstellers Baxter. Im Gegensatz zum Impfstoff Pandemrix, den die Bundesregierung bei GlaxoSmithKline bestellt hat, enthält Celvapan weder umstrittene Adjuvantien noch quecksilberhaltige Konservierungsmittel.
Die Bundeswehr müsse vor allem zum Schutz der Soldaten im Auslandseinsatz sowie ihrer Angehörigen schnell und unabhängig impfen können, um Risiken zu minimieren, so ein Ministeriumssprecher. Es könnten allerdings nicht alle 250.000 Soldaten auf einmal geimpft werden. Wichtig sei, dass die Soldaten, die im Ausland eingesetzt werden oder sich auf einen Einsatz vorbereiten, möglichst schnell geimpft werden.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut habe den „Alleingang der Bundeswehr“ mit Verwunderung zur Kenntnis genommen, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Dr. Wolfram Hartmann, der Zeitung. Der Verband fordert für Kinder im Alter von sechs Monaten bis sechs Jahren ebenfalls ein Serum ohne Verstärkerzusätze.
dpa/ APOTHEKE ADHOC, Montag, 12. Oktober 2009, 14:47 Uhr
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