Berlin - Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hofft, dass sich möglichst viele Deutsche gegen die sogenannte Schweinegrippe impfen lassen. „Ich würde mich nach der ersten Impfwelle der Risikogruppen impfen lassen. Wer geimpft ist, infiziert sich nicht mehr und schützt damit die anderen auch. Selbst wenn nicht alle geimpft sind: Je höher die Durchimpfung, desto größer ist der Schutz für die Gesamtbevölkerung“, sagte Schmidt dem „Weser-Kurier“.
Die Neue Grippe gebe zwar Grund zur Sorge, aber keinen Anlass zur Panik. Die Grippe verlaufe derzeit noch moderat. „Aber die Geschichte der Pandemien zeigt, dass nach einem ersten relativ harmlosen Verlauf eine zweite Welle mit oft schwereren Verläufen kommen kann. Auch diese kann nach dem Sommer aggressiver verlaufen“, warnte Schmidt. „Deshalb müssen wir vorsorgen. Die Ministerin befürchtet, dass sich weniger Menschen impfen lassen, wenn die Grippe weiter so moderat verlaufe. Doch im Winter könnte es zu schwereren Fällen oder auch zu Todesfällen kommen.
Schmidt hatte sich am Vortag mit den Krankenkassen geeinigt, dass diese die Impfkosten für die Hälfte der rund 70 Millionen Versicherten übernehmen.
APOTHEKE ADHOC/dpa, Samstag, 15. August 2009, 14:03 Uhr
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