Berlin - Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Bahr, sieht sich durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zum Fremdbesitzverbot bestätigt: „Das Urteil trägt dazu bei, die qualitativ hochwertige Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln flächendeckend zu erhalten“, sagte Bahr. Apotheker seien nicht nur Kaufleute, sondern in erster Linie Heilberufler, die Gemeinwohlaufgaben erfüllten.
Die Entscheidung des EuGH unterstütze die FDP-Fraktion in ihrem Einsatz für den Erhalt der Freiberuflichkeit „als besten Garanten für eine gute Versorgung.“ Bahr zufolge will die FDP das Urteil auch dazu nutzen, die Freiberuflichkeit im Gesundheitswesen zu stärken.
Nach dem klaren Votum des EuGH fordert die FDP die Bundesregierung nun auf, ein generelles Verbot der Pick up-Stellen in die anstehende Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG) einzubringen. Bahr: „Viel zu lange haben sich Union und SPD verweigert, die Ausfransungen des Versandhandels zu untersagen.“
APOTHEKE ADHOC, Dienstag, 19. Mai 2009, 15:07 Uhr
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