Berlin - Der Stuttgarter Pharmahandelskonzern Celesio hat sich in einer Bewertung der Schlussanträge von Generalanwalt Yves Bot zurückgehalten und den Blick auf die jetzt anstehende Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) gelenkt: „Für uns wird mit dem Urteil des EuGH endgültig Klarheit über die weitere Entwicklung des deutschen Apothekenmarktes herrschen“, sagte Konzern-Chef Dr. Fritz Oesterle.
Diese Klarheit brauche Celesio, um Planungssicherheit für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens zu erhalten. „Um die Chancen aus einem sich verändernden deutschen Apothekenmarkt besser nutzen zu können“, hatte Celesio im April 2007 die Versandapotheke DocMorris gekauft. DocMorris hatte im Juli 2006 eine Apotheke in Saarbrücken eröffnet – trotz geltendem Fremdbesitzverbot.
Celesio bleibt die Hoffnung, dass die Richter am EuGH in ihrem für das Frühjahr 2009 erwarteten Urteil der Empfehlung von Yves Bot nicht folgen. Doch die Chancen dazu stehen statistisch betrachtet bei 1:5. Die Celesio- Aktie fiel heute zwischenzeitlich um fast 13 Prozent auf 18, 56 Euro.
APOTHEKE ADHOC, Dienstag, 16. Dezember 2008, 11:24 Uhr
EuGH-Spezial: Bot bestätigt Fremdbesitzverbot
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