Berlin - Die Gesundheitsplattform „HealthVault“ soll nun auch in Deutschland eingeführt werden. In der vergangenen Woche unterzeichneten Microsoft und Siemens IT Solutions Service eine entsprechende Lizenzvereinbarung. Mit der Plattform kann sich jeder eine virtuelle Patientenakte erstellen und darin persönliche Gesundheitsdaten speichern.
Nach den USA und Kanada ist Deutschland nun das dritte Land, in dem HealthVault etabliert werden soll. Siemens wird die Plattform hierzulande vertreiben und vermarkten. Das Unternehmen sucht nun nach Partnern aus der Gesundheitsbranche, die bei der Entwicklung von Anwendungen und Applikationen behilflich sein sollen. In den USA bieten rund 150 Unternehmen – darunter auch Apotheken – online Anwendungen für HealthVault an.
In der Patientenakte können Nutzer persönliche Angaben zum eigenen Gesundheitszustand speichern. Darunter fallen zum Beispiel Informationen zu Impfungen, Krankheiten oder Medikamenten, Arztbefunde oder Trainingspläne. Auch Informationen medizinischer Geräte wie Blutdruck- oder Pulsmessgeräte können in die Datenbank übertragen werden.
Die Eingaben werden auf einem zentralen Server gespeichert und sind somit überall abrufbar. Zugang hat nur der Nutzer sowie der von ihm definierte Personenkreis. Dazu können Ärzte, Apotheker, Klinikpersonal oder Fitnesstrainer zählen.
APOTHEKE ADHOC, Donnerstag, 04. Februar 2010, 15:28 Uhr
USA: Microsoft verwaltet Versichertendaten
Patientenakten: Kette sammelt Rezeptdaten für Microsoft
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Virtuelle Patientenakte: Google Health ist online
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