Basel - Der Pharmakonzern Roche hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 8 Prozent auf 49,1 Milliarden Franken gesteigert, das sind umgerechnet rund 33 Milliarden Euro. Neben der Zytostatika-Sparte trug vor allem das Grippemittel Tamiflu zum Wachstum bei: Weltweit legten die Tamiflu-Verkäufe um 435 Prozent auf 3,2 Milliarden Franken (2,2 Milliarden Euro) zu.
Dabei entfielen auf die Pandemievorsorge Verkäufe im Wert von 1,9 Milliarden Franken. Den größten Tamiflu-Umsatz erzielte Roche mit 906 Millionen Schweizer Franken in den USA (+110 Prozent), das größte Umsatzwachstum verzeichnete der Konzern in Westeuropa mit einem Plus von 5080 Prozent auf 784 Millionen Franken.
Trotzdem hat der Konzern mit 8,5 Milliarden Schweizer Franken (5,8 Milliarden Euro) einen um 22 Prozent geringeren Gewinn eingefahren: Roche verdaut die 37 Milliarden Franken teure Komplettübernahme der Biotech-Tochter Genentech. Ein Viertel des Kaufpreises soll bis Ende 2010 zurückgezahlt sein. 2009 wies Roche eine Nettoverschuldung von 23,9 Milliarden Franken aus.
Haupteigentümer von Roche ist neben der Familie, die 50,01 Prozent der Stimmrechte hält, mit knapp einem Drittel der Anteile der schweizerische Pharmakonzern Novartis.
dpa/APOTHEKE ADHOC, Mittwoch, 03. Februar 2010, 11:55 Uhr
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