Berlin - Der Ulmer Generikakonzern Ratiopharm baut möglicherweise Stellen im Außendienst ab. Nach Informationen von APOTHEKE ADHOC fanden heute in Berlin Personalgespräche statt, in denen Mitarbeitern des Praxis-Außendienstes Aufhebungsverträge angeboten wurden. Für morgen sind weitere Termine vereinbart; mehr als 30 Personen sollen in der Hauptstadt insgesamt eingeladen worden sein. Die Gespräche führen dem Vernehmen nach Vertriebsleiter Rainer Seiler und Personalchef Rainer Witte.
Die Mitarbeiter sollen bereits ab Juli ersetzt werden, vermutlich durch Leih-Außendienstler. Bereits heute arbeitet Ratiopharm nicht nur mit eigenen Angestellten, sondern auch mit Vertriebsmitarbeitern der Firmen Marvecs und Pharmexx.
Am Nachmittag wandte sich Konzernchef Oliver Windholz in einem Brief der Geschäftsleitung an die Mitarbeiter. Man baue weiter auf einen starken Außendienst, sei aber mit der Leistung einzelner Mitarbeiter nicht zufrieden gewesen und werde diese ersetzen.
Die Kürzungen stehen nicht im Zusammenhang mit dem im vergangenen Oktober gestarteten Sparprogramm „One”, bei dem weltweit rund 600 Stellen in Verwaltung, Forschung und Produktion gestrichen werden, 200 davon in Deutschland.
Patrick Hollstein, Donnerstag, 18. Juni 2009, 21:05 Uhr
Generikakonzerne: Entlassungen bei Ratiopharm
Rabattverträge: Stada baut Stellen ab
Mehrheitsübernahme: Celesio kauft Personalvermietung
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