Ulm - Der zum Merckle-Imperium zählende Generikakonzern Ratiopharm hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gesteigert. Im Ausland legte das Geschäft um 7 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu, das sind 57 Prozent des Gesamtumsatzes. In Deutschland stieg der Umsatz um 3 Prozent auf 840 Millionen Euro.
Damit ist Ratiopharm nach den Marktanteilsverlusten der vergangenen Jahre eine deutliche Trendwende gelungen. Der Marktanteil stieg laut Unternehmen von 18,7 auf 20,6 Prozent; mit mehr als 146 Millionen verkauften Packungen sieht sich Ratiopharm als die mit Abstand meistverwendete und meistverordnete Arzneimittelmarke Deutschlands.
Im Rahmen des Sanierungsplans „Projekt One” sollen nun die Marke weiter gestärkt und die Effizienz im Unternehmen gesteigert werden. Ratiopharm-Chef Oliver Windholz: „Um die Erfolge nachhaltig zu sichern und unsere Marktposition weiter auszubauen, müssen wir 2009 alles daran setzen, unser Unternehmen für die Herausforderungen der sich verändernden Märkte fit zu machen.“
Dazu gehören möglicherweise auch Stellenstreichungen, bestätigte ein Unternehmenssprecher. Noch sei nicht klar, ob damit dann auch Kündigungen verbunden sein werden. Details müssten in den nächsten Wochen oder Monaten geklärt werden.
Ratiopharm ist weltweit in 25 Ländern mit eigenen Niederlassungen vertreten; die Produkte sind in 35 Ländern erhältlich. Weltweit beschäftigt die Gruppe rund 5.400 Mitarbeiter, davon 2.850 in Deutschland.
APOTHEKE ADHOC/dpa, Freitag, 30. Januar 2009, 15:03 Uhr
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