Berlin - Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) kauft beim belgischen Wettbewerber UCB ein: Für 515 Millionen Euro sichert sich GSK die Vermarktungs- und Vertriebsrechte für verschiedene UCB-Arzneimittel im Nahen und Mittleren Osten sowie Lateinamerika und Afrika: Darunter die umsatzstarken Antihistaminika Xusal (Levocetirizin) und Zyrtec (Cetirizin) sowie das Epilepsiepräparat Keppra (Levetiracetam). Neuere UCB-Präparate zur Behandlung von Parkinson, des Restless-Legs-Syndroms oder rheumatoider Arthritis sind von der Vereinbarung ausgenommen.
Der Zukauf beschert GSK zusätzliche Einnahmen in 50 Ländern, unter anderem in Wachstumsländern wie Argentinien, Chile, Thailand, Vietnam, Südafrika, Ägypten und Saudi-Arabien. UCB trennt sich von diesen Marken, da sie nach eigenen Angaben nicht mehr zum Kerngeschäft des Unternehmens gehören. Künftig will der belgische Konzern mehr Geld in seine Schlüsselmärkte, allen voran Westeuropa, USA, Russland, China und Indien investieren.
Mit dem Deal sichert sich GSK ein geschätztes Umsatzvolumen von rund drei Milliarden Euro. Die Transaktion soll bis Ende März abgeschlossen sein.
René Stüwe, Freitag, 23. Januar 2009, 15:32 Uhr
Makrolide: Glaxo kauft Antibiotika
Schweden: Glaxo kauft OTC-Sparte
Kündigungen: UCB streicht 460 Jobs bei Schwarz Pharma
Heute erhalten 11016 Abonnenten den kostenlosen APOTHEKE ADHOC-Newsletter.
Jetzt anmelden!
Der Chef Monopolkommission, Professor Dr. Justus Haucap, will den Apothekenmarkt liberalisieren.
Der designierte hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sein neues Kabinett vorgestellt: Neben Wechseln an den Spitzen von Umwelt-,
...mehr
Eine Woche nach dem tragischen Tod von drei Säuglingen an der Uniklinik Mainz ist noch unklar, wer die Verantwortung für die verunreinigten ...mehr