Berlin - Bayerische Apotheken benötigen seit heute keinen Bezugsschein mehr, um den Schweinegrippeimpfstoff Pandemrix zu ordern. Bei Bedarf an der Vakzine können die benötigten Dosen nun auch ohne Vorlage einer Berechtigung beim Großhandel bestellt werden. Das habe das bayerische Gesundheitsministerium beschlossen, da sich die Liefersituation entspannt habe, sagte eine Sprecherin der Bayerischen Landesapothekerkammer gegenüber APOTHEKE ADHOC.
Ursprünglich hatte jede Apotheke im Freistaat von der Apothekerkammer einen Bezugsschein erhalten. Damit konnte einmalig eine Packung Pandemrix mit 500 Impfdosen geordert werden. Mit dem System sollte eine flächendeckende Versorgung sichergestellt werden.
Für den Bezug des unadjuvantierten Imfpstoffs CSL H1N1 Pandemic Influenza Vaccine der australischen Firma CSL, der für schwangere Frauen vorgesehen ist, gelten eigene Beschränkungen. Die Bestellung ist nur möglich, wenn ein Individualrezept in der Apotheke vorliegt. Dieses muss von einem Gynäkologen ausgefüllt und mit dem Namen der Schwangeren versehen sein. Höchstens zehn Dosen des Einzelimpfstoffs darf jede Apotheke täglich bestellen. Bayern soll insgesamt 22.900 Dosen erhalten.
Yvette Meißner, Montag, 14. Dezember 2009, 18:50 Uhr
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