zoom Ein Hersteller packt um: In Brandenburg dürfen Apotheken nicht auseinzeln, sondern nur liefern. Foto: Elke Hinkelbein

Ein Hersteller packt um: In Brandenburg dürfen Apotheken nicht auseinzeln, sondern nur liefern. Foto: Elke Hinkelbein

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APOTHEKENPRAXIS

BRANDENBURG

Hersteller einzelt für Apotheken aus

Berlin  -  In Brandenburg verteilen die Apotheken zwar den Impfstoff gegen die Schweinegrippe. Für das Auseinzeln sind sie aber nicht zuständig: Die Kartons mit jeweils 500 Impfdosen packt der Arzneimittelhersteller Haemato Pharm, eine Tochter der „Mittelständischen Pharma Holding“ aus Berlin, um. Dies sei als Service für die Apotheken gedacht, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums gegenüber APOTHEKE ADHOC. Den Pharmazeuten werde so Arbeit abgenommen.

Der Apothekerverband hat für die Auseinzelung durch den Hersteller Verständnis: „Nicht jede Apotheke kann eine 500er Packung Impfstoff erhalten“, sagte der Geschäftsführer des Apothekerverbands, Michael Klauß, gegenüber APOTHEKE ADHOC. Durch die zentrale Auseinzelung werde eine flächendeckende Versorgung möglich.

Mehr als 1,5 Millionen Impfdosen wird der Hersteller für die Apotheken in kleinere Pakete packen. Die ersten Lieferungen sollen allerdings erst Mitte November eintreffen. Denn zunächst werden die Risikogruppen bei den Gesundheitsämtern geimpft – und für deren Belieferung sind die Apotheken nicht zuständig.

Die restliche Bevölkerung kann sich anschließend bei Hausärzten, hausärztlichen Internisten, Kinderärzten und Gynäkologen impfen lassen. Dann erhalten die Apotheken für Lagerung und Auslieferung an die Ärzte ein Honorar von 23 Cent pro Dosis. Insgesamt könnten rund 3500 Ärzte die Impfung anbieten – noch ist unklar, wie viele Impfärzte es genau geben wird. Zurzeit fragt die Kassenärztliche Vereinigung ihre Mitglieder, ob sie sich beteiligen werden.

Janina Rauers, Dienstag, 27. Oktober 2009, 09:46 Uhr

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