Berlin - Sächsische Apotheken, die niedergelassene Ärzte mit dem Schweinegrippe-Impfstoff beliefern, erhalten diesen ihrerseits von Kollegen: 55 Apotheken, so genannte Distributionsapotheken, bündeln die Impfstoffbestellungen der insgesamt knapp 1000 Apotheken, einzeln die Packungen mit jeweils 500 Impfdosen aus und liefern die georderten Mengen.
Eine Distributionsapotheke führt laut Kammer automatisch jeder Pharmazeut, der für seinen Kreis die Notdienstpläne pflegt. In größeren Städten wurden zusätzliche Apotheken ausgewählt. Mit der zweistufigen Verteilung könne der Impfstoff möglichst gleichmäßig und bedarfsorientiert verteilt werden, sagte der stellvertretende Geschäftsführer der Apothekerkammer, Tobias Hückel, gegenüber APOTHEKE ADHOC.
Das Honorar wird noch nicht bekannt gegeben: Die Verhandlungen seien zwar abgeschlossen, aber die Verträge noch nicht unterschrieben, sagte ein Sprecher des Apothekerverbandes gegenüber APOTHEKE ADHOC. Ende nächster Woche, spätestens Anfang November würden die Pharmazeuten informiert.
Ohnehin werden Distributionsapotheken erst Anfang November die ersten Impfstofflieferungen von den sechs Großhändlern erhalten. Denn für die Belieferung der Gesundheitsämter, bei denen zuvor ein Großteil der Risikogruppen geimpft werden soll, sind die Apotheken nicht zuständig. Übernehmen Ärzte diese Impfungen, erhalten sie den Impfstoff von den Gesundheitsämtern.
Janina Rauers, Montag, 26. Oktober 2009, 10:49 Uhr
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