Berlin - In Berlin übernimmt nur eine einzige Apotheke die Verteilung des Schweinegrippe-Impfstoffs für die gesamte Stadt. Zwar hatte die Apothekerkammer eine dezentrale Lösung vorgeschlagen, an der neben Großhändlern alle Berliner Apotheken beteiligt werden sollten. Doch in der Senatsverwaltung für Gesundheit betrachtet man das Auseinzeln der Packungen mit jeweils 500 Impfdosen als genehmigungspflichtigen Herstellungsprozess.
Nur eine Berliner Apotheke besitzt laut Behörde eine Herstellungserlaubnis: die St. Hubertus-Apotheke in Schöneberg. Ausreichend Kapazitäten für die gekühlte Lagerung sowie für den Transport der Impfdosen seien ebenfalls garantiert, so eine Sprecherin der Senatsverwaltung. Und: Die Apotheke holt den Impfstoff direkt beim Hersteller in Dresden ab. Daher sind in der Hauptstadt auch keine Großhändler im Boot.
Das vereinbarte Honorar sei extrem niedrig, allerdings geheim, so die Sprecherin. Die ersten Impfdosen sind mittlerweile in Berlin angekommen und sollen ab kommendem Montag etappenweise an bis zu 2000 Ärzte sowie die Gesundheitsämter geliefert werden.
Wie viele Impfdosen letztendlich pro Woche an der Spree verteilt werden, hängt von Produktionskapazitäten ab: Diese können laut Sprecherin wöchentlich variieren; stets erhalte die Stadt aber rund 4 Prozent des für Deutschland hergestellten Impfstoffs.
Janina Rauers, Mittwoch, 21. Oktober 2009, 13:56 Uhr
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