zoom Platz schaffen: In einigen Bundesländern werden die Apotheken doch in die Impfstoffverteilung eingebunden. Foto: APOTHEKE ADHOC

Platz schaffen: In einigen Bundesländern werden die Apotheken doch in die Impfstoffverteilung eingebunden. Foto: APOTHEKE ADHOC

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APOTHEKENPRAXIS

SCHWEINEGRIPPEIMPFUNG

Länder setzen doch auf Apotheken

Berlin  -  Bei der Massenimpfung gegen die Schweinegrippe zeichnet sich ein Flickenteppich verschiedener Regelungen ab. In den meisten Ländern wird zwar noch verhandelt. Fest steht aber bereits, dass einige Bundesländer bei der Impfstoffverteilung doch auf die Unterstützung der Apotheken setzen. Auch der Pharmagroßhandel und niedergelassene Ärzte sollen teilweise einbezogen werden.

In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg werden die Apotheken neben den Gesundheitsämtern in die Impfstoffverteilung mit einbezogen. In Schleswig-Holstein rechnet der Apothekerverband fest mit der Beteiligung, in Niedersachsen wird zumindest ein Teil der Apotheken eingebunden. In Sachsen erhielten die Pharmazeuten schon im Juli positive Signale vom Ministerium.

In Thüringen verhandeln Apotheker, Gesundheitsministerium und Großhändler in der kommenden Woche; vermutlich werden auch hier die Apotheken beteiligt. Rheinland-Pfalz sucht bereits rund 100 „Pandemieimpfstoff-Bezugsapotheken (PIBA)“, die sich für die Verteilung bewerben können.

Noch nichts beschlossen ist in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Hessen. In Hamburg wird die Entscheidung davon abhängig gemacht, wie viel Impfstoff zu einer bestimmten Zeit zur Verfügung steht. Niedergelassene Ärzte und die Gesundheitsämter sollen sich laut Ministerium die Abwicklung der Impfung teilen.

In Nordrhein-Westfalen liefen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren, heißt es beim Gesundheitsministerium. Geimpft werden soll bei Hausärzten und in Gesundheitsämtern, Apotheker sind dagegen vermutlich nicht einbezogen. Für das Saarland gilt dasselbe. In Sachsen-Anhalt könnten die Apotheken zu einem späteren Zeitpunkt angesprochen werden, vorerst bleibt die Versorgung beim öffentlichen Gesundheitsdienst. In Bremen ist zwar noch nichts endgültig entschieden, dem Vernehmen nach sind die Apotheker tendenziell aber nicht eingeplant.

Der Hersteller liefert den Impfstoff auf Paletten an die Landesregierung, die sich um den Vertrieb kümmert. Je nachdem, ob zentral oder dezentral geimpft wird, erfordert die letzte Meile eine feingliedrige Infrastruktur. Bislang wollen die meisten Länder sowohl Gesundheitsämter als auch Ärzte beauftragen.

Julia Pradel und Alexander Müller, Freitag, 21. August 2009, 14:11 Uhr

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