Oslo - Der Tabakkonzern Philip Morris will vor Gericht die Aufhebung neuer Werbe-Verbote in Norwegen erzwingen. Wie die Wirtschaftszeitung „Dagens Næringsliv“ berichtete, klagt das US-Unternehmen gegen eine Bestimmung, wonach Tabakwaren in Geschäften nicht mehr sichtbar ausgestellt sein dürfen. Sie ist seit Anfang des Jahres in Kraft.
Ein Unternehmenssprecher sagte dem Blatt zur Begründung: „Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise, dass dieses Verbot irgendeinen gesundheitsfördernden Effekt hat.“ In Island sei die sichtbare Ausstellung von Tabakwaren schon seit 2001 untersagt. Das habe nach allen verfügbaren Daten nicht mehr Menschen zu Nichtrauchern gemacht. Weiter hieß es, dass Philip Morris auf eine Ausweitung des Verfahrens auch auf andere Länder aus dem Wirtschaftsraum der EU hofft.
Norwegen ist seit Ende der 80er Jahre Vorreiter bei der Einschränkung von Tabakkonsum durch gesetzliche Verbote.
dpa, Dienstag, 09. März 2010, 10:32 Uhr
Norwegen: Keine Freiwahl für Tabakwaren
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